Freitag, 16. November 2018

Fünf Argumente für den Brexit Diese Vorteile hat Großbritannien ohne die EU

2. Teil: Runter mit dem Pfund

Billig dank Brexit: Dem britischen Pfund wird ein Kursrutsch für den Fall des EU-Austritts vorausgesagt

Der Finanzmarkt signalisiert eindeutig, dass Kapital aus einem von der EU losgelösten Britannien abfließen würde. Der Absturz von Pfund und Aktienmarkt nach dem Brexit-Votum spricht Bände.

Eine drohende Währungskrise ist auch das zentrale Argument von Finanziers wie George Soros gegen den Brexit. Doch "für ein Land, das sich in eigener Währung verschuldet und ein übermäßiges Zahlungsbilanzdefizit hat, wäre das fallende Pfund eine gute Sache", hält US-Ökonom Paul Krugman dagegen (der allerdings andere Gründe, die gegen den Brexit sprechen, für gewichtiger hält).

Tatsächlich beruht die optimistische Prognose der "Economists for Brexit", die im Gegensatz zu den Szenarien von Bank of England, London School of Economics oder Finanzministerium einen positiven Wachstumseffekt errechnet, auf einer Abwertung des Pfund - ein Wettbewerbsvorteil für britische Exporteure, auch wenn Vorleistungen aus dem Ausland teurer würden. Die Zahlungsbilanz wäre demnach immer noch negativ, aber nur noch leicht.

Als Abwertungsstrategie könnte der Brexit so die darbende Industrie auf der Insel wieder in Schwung bringen.

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