Sonntag, 4. Dezember 2016

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Ökonomen zum Wahlausgang BDI-Präsident: AfD-Erfolg kann Investoren abschrecken

"Da muss man sich in Sachsen-Anhalt schon Sorgen machen.": BDI-Präsident Ulrich Grillo

Bei den Landtagswahlen schaffte die AfD klar den Einzug in die Parlamente von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Schrecken die Erfolge der Rechtspopulisten ausländische Investoren ab? Der BDI befürchtet dies, einzelne Ökonomen und Analysten sehen das gelassener.

Die Wirtschaft sorgt sich angesichts der Erfolge der rechtspopulistischen AfD bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt um den Standort Deutschland. "Es ist überhaupt nicht auszuschließen, dass der teilweise hohe Zuspruch für rückwärtsgewandte Parteien wie AfD oder Linke Investoren abschreckt", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, am Montag in Berlin. "Da muss man sich in Sachsen-Anhalt schon Sorgen machen." Dort ist die AfD aus dem Stand heraus zur zweitstärksten Partei hinter der CDU aufgestiegen.

Industriepräsident Grillo sieht in den Wahlergebnissen einen Weckruf. "Jetzt ist es wichtiger denn je, den Weg zu erklären, wie die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen gelingen kann." Es gebe Chancen und Möglichkeiten für Deutschland, sie seien das beste Rezept gegen rechtspopulistische Tendenzen. Ökonomen und Analysten äußerten sich mit Blick allerdings gelassener.

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