Dienstag, 31. Mai 2016

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Terrordrohung gegen Pegida Polizei in Dresden verbietet für Montag alle Kundgebungen

Pegida-Demonstration am 12. Januar in Dresden: Nächste Kundgebung abgesagt

Kein Pegida-Marsch am Montag in Dresden: Die Polizei hat alle öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel wegen Terrorgefahr verboten.

Dresden - Die Sorge vor Terroranschlägen in Deutschland hat eine neue Dimension erreicht: Die Polizeidirektion Dresden hat für Montag alle öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel verboten. "Wir gehen in der Bewertung der aktuellen Lage nicht mehr nur von einer abstrakten Gefahr, sondern von einer konkreten aus", wird Polizeipräsident Dieter Kroll in einer Mitteilung zitiert. "Es geht um ein Mitglied des Orgateams von Pegida und die Versammlungen für den 19. Januar 2015."

Laut der Allgemeinverfügung der Polizei wurden Attentäter aufgerufen, sich unter die Pegida-Demonstranten zu mischen, um einen Mord an einer Person aus dem Organisationsteam der Anti-Islam-Bewegung zu verüben.

Informationen zum konkreten Vorgehen oder Hinweise auf potenzielle Täter liegen der Polizei nach eigenen Angaben nicht vor. Es gebe daher keine geeigneten polizeilichen Mittel, um die vorliegende Gefahr abzuwehren. Andere Maßnahmen als ein Versammlungsverbot seien ungeeignet, um die Sicherheit in Dresden am Montag zu gewährleisten.

Die Organisatoren von Pegida hatten zuvor mitgeteilt, dass die für Montag angesetzte Kundgebung wegen einer konkreten Drohung abgesagt wurde.

Nach Informationen des "Spiegel" hatten ausländische Nachrichtendienste die deutschen Behörden gewarnt, Dschihadisten hätten über Angriffe auf Pegida-Märsche diskutiert. Als mögliche Anschlagsziele wurden auch die Hauptbahnhöfe Berlin und Dresden genannt.

ts/hut/dpa

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