Donnerstag, 16. August 2018

Schon wieder teurer und später fertig Stuttgart 21 in der Endlos-Schleife

Milliarden-Projekt Stuttgart 21: Fertigstellung verzögert sich auf Ende 2024

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll gut eine Milliarde Euro teurer werden als bisher geplant. Die Deutsche Bahn erwartet nun einen Kostenrahmen von 7,6 Milliarden Euro, wie die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters am Mittwoch aus Aufsichtsratskreisen erfuhr. Bislang waren 6,5 Milliarden Euro vorgesehen.

Zugleich verzögert sich die Fertigstellung des Projekts vom Jahr 2023 auf Ende 2024. Darüber hatte zuvor auch die Zeitung "Bild am Sonntag" berichtet. Im Oktober hatte die Deutsche Bahn eingeräumt, den voraussichtlichen Fertigstellungstermin Dezember 2021 zu reißen und mittlerweile mit gut zwei Jahren im Verzug zu sein. Der neue Zeit- und Kostenplan soll auf einer Sondersitzung des Aufsichtsrats Ende Januar beschlossen werden.

Als Gründe für die höheren Kosten und die spätere Fertigstellung wurden in den Aufsichtsratskreisen unter anderem gestiegene Baukosten, Verzögerungen in den Planungsverfahren und die restriktiven Regeln beim Artenschutz genannt.

Im Zuge des hoch umstrittenen Projekts Stuttgart soll aus dem Stuttgarter Kopfbahnhof ein Tiefbahnhof werden. An dem Bahnhof wird seit Februar 2010 gebaut, der Grundstein für den Neubau wurde im September 2016 gelegt. Der Bundesrechnungshof etwa hatte bis zu neun Milliarden Euro Kosten vorausgesagt.

Das Projekt hatte im Jahr 2010 für große Proteste gesorgt, zehntausende Menschen waren dagegen auf die Straße gegangen. Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hatte dann in dem Konflikt als Schlichter vermittelt.

mg/dpa-afx/rtr

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