Montag, 19. November 2018

Öffentliche Verkehrsmittel So viele Menschen wie noch nie mit Bus und Bahn unterwegs

Reisende in Berlin am U-Bahnhof Alexanderplatz.

Busse und Bahnen wurden 2017 in Deutschland so oft genutzt wie noch nie. Erstmals wurden vergangenes Jahr mehr als 11,5 Milliarden Fahrten im Nah- und Fernverkehr gezählt, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Das entspricht einem Anstieg um 1,1 Prozent.

Durchschnittlich wurden damit 31,5 Millionen Fahrgäste pro Tag im Linienverkehr befördert. "Die stärkere Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wurde auch durch die jeweils gestiegene Zahl der Einwohner, Erwerbstätigen, Schüler sowie Studierenden begünstigt", erklärten die Statistiker.

Allein im Nahverkehr beförderten die Unternehmen mehr als 11,3 Milliarden Fahrgäste und damit 1,1 Prozent mehr als 2016. An Beliebtheit gewannen hier vor allem Eisenbahnen und S-Bahnen (+2,4 Prozent), gefolgt von U-Bahnen (+1,8).

Die Zahl der Fahrgäste im Liniennahverkehr steigt seit 2004 kontinuierlich: 2017 lag das Aufkommen um fast 1,4 Milliarden höher (+14,0 Prozent) als vor 13 Jahren. Besonders starke Zuwächse gab es im Eisenbahnnahverkehr mit 37,7 und bei Straßenbahnen mit 20,3 Prozent.

Fernbusse erstmals mit leichtem Rückgang

Die Zahl der Reisenden in den Fernzügen stieg im vorigen Jahr um 2,3 Prozent auf 142 Millionen. "Der starke Fahrgastanstieg ist dabei auch auf Streckenerweiterungen sowie auf Sonderticketaktionen zurückzuführen", betonten die Statistiker.

Der Linienverkehr mit Fernbussen hatte nach dem starken Wachstum der Vorjahre erstmals einen leichten Rückgang zu verzeichnen: 2017 wurden knapp 23 Millionen Fahrgäste befördert und damit 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

mg/rtr

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH