Dienstag, 20. November 2018

IW-Studie Viele Rumänen und Bulgaren bringen Studienabschluss mit

Einbürgerungstest: Dem IW zufolge sind etliche Zuwanderer hoch qualifiziert

Von der Zuwanderung von Rumänen und Bulgaren nach Deutschland profitiert nach Angaben des arbeitgebernahen IW-Instituts nicht nur die Wirtschaft, sondern auch der Staat. Demnach bringen viele Immigranten einen Studienabschluss mit und helfen so, den Fachkräftemangel einzudämmen.

Berlin - Von Einwanderern in Deutschland profitiert einer Studie zufolge neben der Wirtschaft auch der Staat. "Viele Zuwanderer sind hoch qualifiziert und tragen damit dazu bei, den Fachkräftemangel einzudämmen", teilte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mit. Der Zustrom könne helfen, die Konjunktur anzuschieben und die öffentlichen Haushalte zu stabilisieren.

Deutschland müsse mehr Anreize für Zuwanderer schaffen, um den Bevölkerungsschwund abzufedern und im internationalen Wettbewerb um ausländische Fachkräfte nicht ins Hintertreffen zu geraten, sagte IW-Direktor Michael Hüther.

Auch die zuletzt kontrovers diskutierte Zuwanderung von Rumänen und Bulgaren zahle sich unterm Strich aus. Denn 25 Prozent der erwachsenen Neuankömmlinge aus diesen Ländern hätten einen akademischen Abschluss, heißt es in der Studie. Unter den Zuwanderern insgesamt seien es sogar 29 Prozent - in der Gesamtbevölkerung Deutschlands nur 19 Prozent.

Positiv sei vor allem, dass rund 10 Prozent aller erwachsenen Zuwanderer einen Hochschulabschluss in einem sogenannten MINT-Fach hätten - also in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik. Unter den Rumänen und Bulgaren liege dieser Anteil mit gut 8 Prozent ebenfalls höher als in der Gesamtbevölkerung mit 6 Prozent.

ts/rtr

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