Dienstag, 22. Mai 2018

Ex-Verkehrsminister auf Abwegen Günther Krause räumt illegal bewohntes Haus

Günther Krause

Abstieg eines ehemaligen Polit-Überfliegers: Der ehemalige Bundesverkehrsminister Günther Krause (CDU) hat das illegal bewohnte Haus an der Mecklenburgischen Seenplatte geräumt. Krauses Anwalt Peter-Michael Diestel übergab am Montag vor dem Grundstück die Schlüssel an den Hamburger Anwalt Arne Trimpop.

"Es ist auch alles in Ordnung", bestätigte Trimpop nach einem ersten Rundgang. Er vertritt die Unternehmerfamilie, die das Haus vor einem Jahr an Krauses Frau verkauft, aber dafür kein Geld bekommen hatte. Mit dem Auszug kam der frühere CDU-Politiker, der selbst nicht zur Übergabe kam, einer Zwangsräumung zuvor.

Krauses sollten für das mit Sauna und Pool ausgestattete Wohnhaus 459.000 Euro bezahlen, hatten die Eigentümer aber monatelang hingehalten. Ein gerichtlicher Vergleich hatte den Auszug zum 10. April festgesetzt, dies hielt das Paar aber nicht ein. "Er ist ins Brandenburgische gezogen", sagte Diestel.

Krause war einst in der DDR-CDU aktiv und nach der Wende von 1991 bis 1993 Verkehrsminister im Kabinett Helmut Kohl. Nach seinem Rücktritt trat er als Investor und Manager in Erscheinung, unter anderem hatte er einen Sitz im Aufsichtsrat der I.G. Farbenindustrie AG i.A.

nis/dpa

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