Sonntag, 9. Dezember 2018

Umfrage zum Merz-Vorschlag zur Altersvorsorge Sollten Aktiengeschäfte steuerlich begünstigt werden?

Aktien kaufen für die Rente begünstigen? Was meinen Sie?

Friedrich Merz hat am Wochenende bei Finanzexperten für Aufsehen gesorgt. Der CDU-Politiker und Kandidat für den CDU-Vorsitz forderte in einem Interview mit der "Welt am Sonntag ", Aktienkäufe in Form der Altersvorsorge steuerlich zu begünstigen.

Friedrich Merz (CDU)
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Friedrich Merz (CDU)

"Wir sollten die Aktienmärkte nutzen, um langfristig eine bessere Vermögens- und Kapitalbildung in den privaten Haushalten zu schaffen", sagte Merz."Denkbar wäre ein jährlicher Freibetrag, unter dem man einen auf Aktienbasierten Spar- oder Vorsorgeplan aufbaut."

Das Echo auf den Vorschlag unter Wirtschaftsexperten ist jedoch gemischt. Während der frühere Leiter des Münchner Ifo-Institutes Hans-Werner Sinn Merz' Vorstoß als "richtige und wichtige Idee" bezeichnet, kommt der Vorschlag bei dem heutigen Direktor des Ifo-Instituts nicht so gut an. Zwar findet Clemens Fuest, es sei richtig dafür zu werben, intelligent für den Ruhestand zu sparen, Einzelmaßnahmen wie ein Freibetrag seien aber "nicht zielführend".

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln steht dem Vorstoß ebenfalls kritisch gegenüber. Er meint, lieber "keine neue Förderung, sondern bestehende Systeme überprüfen" sei besser. Ins gleich Horn bläst auch die Wirtschaftsweise Isabel Schnabel. Eine gezielte Begünstigung spezieller Anlageformen halte sie für problematisch, besser sei es, bestehende steuerliche Verzerrungen abzubauen.

Und die SPD? Dort ist der Vorschlag auf heftige Kritik gestoßen. "Statt Steuersubventionen für Aktiendeals von wenigen, müsste die gesetzliche Rente gestärkt werden, sagt Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider.

Wir möchten nun von Ihnen wissen, was Sie von Merz' Vorschlag halten?

akn mit dpa

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