Mittwoch, 12. Dezember 2018

Diesel-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts In diesen Städten drohen die ersten Fahrverbote

Schadstoff-Meßstation in Stuttgart: Der Druck auf Deutschlands Großstädte steigt, mehr für die Luftqualität zu tun

Davor haben die deutsche Autoindustrie, Millionen Autofahrer sowie Politiker in Bund, Ländern und Kommunen sich lange gefürchtet. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat an diesem Dienstag den Weg für Fahrverbote von Diesel-Autos freigemacht.

Die Richter hatten zwar nur die Frage zu klären, ob solche Verbote überhaupt rechtlich zulässig sind. Doch mit der Bestätigung sind zumindest in zwei deutschen Metropolen Urteile der örtlichen Verwaltungsgerichte rechtskräftig, die den Kommunen Fahrverbote aufzwingen.

Im Video: Weg für Diesel-Fahrverbote ist frei

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Bild: REUTERS

In Stuttgart und Düsseldorf hatte die Deutsche Umwelthilfe zuvor bereits Erfolg mit Klagen auf saubere Luft, weil die von der EU vorgeschriebenen Grenzwerte von höchstens 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter im Jahresmittel überschritten werden - maßgeblich verursacht von den vielen Diesel-Autos, die auf der Straße mehr Schadstoff ausstoßen als erlaubt.

In anderen Orten hingegen wird die Luft laut von der "Automobilwoche" ausgewerteten Messdaten von 2017 tatsächlich besser und könnte damit Matthias Wissmann Recht geben, der als Präsident des Industrieverbands VDA für freie Fahrt wirbt: "Die ambitionierten Vorgaben zur Luftqualität in den deutschen Städten können auch ohne Fahrverbote erreicht werden."

manager magazin zeigt, wie dringend das NO2-Problem in den wichtigsten Städten ist:

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