Dienstag, 26. Juli 2016

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Höchster Überschuss seit der Wiedervereinigung Deutschland schwimmt im Geld

Bundesadler: Bund, Länder und Kommunen haben im Jahr 2015 knapp 20 Milliarden Euro mehr eingenommen als sie ausgaben

Der deutsche Staat hat 2015 einen größeren Haushaltsüberschuss geschafft als bislang angenommen. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen zusammen rund 19,4 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. "Das ist absolut gesehen der höchste Überschuss, den der Staat seit der deutschen Wiedervereinigung erzielte", teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Er fiel gut doppelt so hoch aus wie 2014.

Die Summe entspricht 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). In einer ersten Schätzung vom Januar war zunächst nur von einem Plus von 16,4 Milliarden Euro oder 0,5 Prozent des BIP die Rede gewesen.

Grund für die positive Entwicklung ist vor allem die gute Konjunktur mit Rekordbeschäftigung und steigenden Löhnen. Das sorgte für höhere Steuer- und Beitragseinnahmen. Rekordtiefe Zinsen sparten außerdem viele Milliarden an Kosten.

Den höchsten Überschuss schaffte der Bund mit 10,3 Milliarden Euro, gefolgt von der Sozialversicherung mit 4,8 Milliarden Euro. "Auch die Länder setzten den eingeschlagenen Konsolidierungsweg fort", erklärten die Statistiker. Sie kamen auf ein Plus von 0,4 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Defizit zu Buche stand. Die Gemeinden erwirtschafteten einen Überschuss von 3,9 Milliarden Euro nach einem Defizit von rund 2,4 Milliarden Euro 2014.

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la/dpa/reuters

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