Montag, 22. Mai 2017

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Städte-Vergleich Tief im Westen - Hoch im Süden

7. Teil: Rang 30: Chemnitz

Rangplatz im Vorgängerranking 2010: 30

Wirtschaft: Chemnitz ist auf den letzten Platz unter den 30 Großstädten geradezu abonniert. Auch fast zweieinhalb Jahrzehnte nach dem Mauerfall sind die Spuren der deutschen Teilung noch deutlich in den Zahlen sichtbar. Unter allen 30 Großstädten liegt die Pro-Kopf-Produktivität der Beschäftigten in Chemnitz am niedrigsten: bei knapp über 45 000 Euro pro Jahr - rund als halb soviel wie Spitzenreiter Frankfurt am Main. Die Produktivitätsentwicklung stagniert. Immerhin gelang zuletzt ein leichter Beschäftigungsaufbau, nach einem massiven Rückgang in der ersten Hälfte des vorigen Jahrzehnts.

Bevölkerung: Immerhin: Der hohe Bevölkerungsverlust der Jahre 2000 bis 2005 ist gebremst; bis 2010 wanderten nur noch 1,5 Prozent der Chemnitzer ab. Allerdings prognostizieren die Demographen der Stadt den höchsten Rückgang der Einwohnerzahl unter allen untersuchten Städten: Um rund 14 Prozent soll die Bevölkerung bis 2025 schrumpfen.

Offenheit: Die vom HWWI herangezogenen Indikatoren weisen Chemnitz als die mit Abstand am stärksten verschlossene Stadt im Land auf: Nur 1,2 Prozent der Beschäftigten sind Ausländer. Zum Vergleich: In vielen westdeutschen Städten liegen die Werte bei über 10 Prozent. Auch der Anteil ausländischer Studierender gehört zu den geringsten in Deutschland.

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