Montag, 4. Mai 2015

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Technikprobleme Spritpreis-Apps verzögern sich

Tankstelle in Hamburg: "komplizierte technische Umsetzung"

Autofahrer müssen offenbar länger auf den Online-Vergleich von Benzinpreisen warten. Einem Bericht zufolge kann die Meldestelle des Bundeskartellamts wegen technischer Schwierigkeiten erst am Jahresende ihre Arbeit aufnehmen.

Bonn - Die neue Meldestelle für Benzinpreise beim Bundeskartellamt könnte ihre Arbeit einem Zeitungsbericht zufolge erst später aufnehmen als bislang geplant. Der bisher für die Jahresmitte vorgesehene Starttermin für die sogenannte Markttransparenzstelle gelte als nur noch schwer zu halten, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Angaben aus der Kartellbehörde und aus der Mineralölbranche. Möglicherweise könne die Meldestelle ihre Arbeit erst am Jahresende aufnehmen.

Grund für die mögliche Verzögerung sei die "komplizierte technische Umsetzung". Eine Kartellamtssprecherin sagte der Zeitung, der Start werde "im Laufe des Jahres" erfolgen. Auch das Datum für den Beginn der Testphase stehe noch nicht fest.

Tankstellenbetreiber in Deutschland müssen künftig ihre Kraftstoffpreise bei jeder Änderung und in Echtzeit an die neue Meldestelle übermitteln. Diese soll die Angaben der mehr als 14.000 Tankstellen kostenlos an Informationsdienste für Verbraucher weitergeben. Die Daten sollen Autofahrer online abrufen können.

Die Meldestelle soll den Wettbewerb zwischen den Tankstellen verschärfen. Zudem soll das Kartellamt besser gegen Kartellrechtsverstöße vorgehen können, etwa wenn Mineralölkonzerne Benzin und Diesel teurer an freie Stationen verkaufen als an eigene Tankstellen.

mahi/afp

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