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06.02.2013
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Doktortitel weg
Schavan lässt politische Zukunft offen

Annette Schavan: Wie lange kann sich die CDU-Politikerin noch auf dem Ministerposten halten?
dapd

Annette Schavan: Wie lange kann sich die CDU-Politikerin noch auf dem Ministerposten halten?

Eine Bundesbildungsministerin ohne Studienabschluss? Für die Opposition ein Unding, sie fordert den Rücktritt von Annette Schavan. Nun meldet sich die CDU-Politikerin aus Südafrika.

Johannesburg/Berlin - "Die Entscheidung der Universität Düsseldorf werde ich nicht akzeptieren und dagegen Klage einreichen. Mit Blick auf die juristische Auseinandersetzung bitte ich um Ihr Verständnis, dass ich heute keine weitere Stellungnahme abgeben werde", sagte Annette Schavan in Johannesburg. Die Bundesbildungsministerin befindet sich derzeit auf einer fünftägigen Südafrika-Reise.

Ihre politische Zukunft lässt Schavan mit dieser Aussage offen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa will die CDU-Politikerin nicht zurücktreten und um ihren Titel kämpfen. Allerdings wurde in Parteikreisen offengelassen, ob die Ministerin den politischen Druck auf Dauer aushält.

Die Universität Düsseldorf hatte Schavan am Dienstagabend nach neun Monaten Prüfung wegen "vorsätzlicher Täuschung" in ihrer Promotionsarbeit den vor 33 Jahren erworbenen Doktortitel entzogen. Im zuständigen Fakultätsrat hatten zwölf von 15 stimmberechtigten Mitgliedern für die Aberkennung des Titels votiert. Es gab zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung.

Schavan hatte schon am Vorabend über ihre Anwälte erklären lassen, sie werde gegen die Entscheidung klagen. Sie hat für ihre Klage vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf einen Monat Zeit. Der Prozess könnte sich über Monate hinziehen und durch weitere Instanzen gehen. Die Uni-Entscheidung ist somit noch nicht rechtskräftig. Aus der Opposition wurden Rücktrittsforderungen gegen Schavan laut.

Schavan ist nach dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) das zweite Regierungsmitglied im Kabinett Merkel, dem wegen Plagiatsvorwürfen der Doktorgrad entzogen wird. Die Ministerin, eine enge Vertraute Merkels, hatte Plagiate und eine Täuschungsabsicht in ihrer Doktorarbeit stets bestritten und die Prüfung durch die Uni selbst mitangeregt

mg/dpa/afp

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