29.01.2013
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Mali-Einsatz
Deutschland einer der größten Geldgeber

Kampfeinsatz in Mali: Die meisten Geberländer wollen nur humanitäre Hilfe leisten
AP

Kampfeinsatz in Mali: Die meisten Geberländer wollen nur humanitäre Hilfe leisten

Die Bundesregierung hat auf der Geberkonferenz in Addis Abeba rund 15 Millionen Euro für den Militäreinsatz in Mali zugesagt. Damit ist Deutschland einer der größten Geldgeber für die Militärintervention. Insgesamt werden wohl 700 Millionen Euro benötigt.

Addis Abeba/Berlin - Deutschland beteiligt sich mit 20 Millionen Dollar (15 Millionen Euro) am afrikanisch geführten Militäreinsatz in Mali (Afisma). Dies gab der Afrikabeauftragte des Auswärtigen Amts, Egon Kochanke, am Dienstag bei der großen internationalen Geberkonferenz in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba bekannt. Damit ist Deutschland einer der größten Finanzgeber für die Intervention.

Bis zum Mittag kündigten nur die USA mit 96 Millionen Dollar (71 Millionen Euro) und Frankreich mit 47 Millionen Euro eine höhere Summe an. Viele Länder wollen massive humanitäre Hilfe leisten, sich jedoch nicht am Militäreinsatz beteiligen. Japan hat zusätzliche 120 Millionen Dollar für die Bekämpfung von Armut und für Vertriebene angekündigt.

Der Vorsitzende der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas, Alassane Ouatarra, geht davon aus, dass zur Finanzierung des Afisma-Militäreinsatzes insgesamt mindestens 950 Millionen Dollar (706 Millionen Euro) benötigt werden. Mindestens 10.000 Soldaten würden benötigt, um das riesige Land aus der Hand von islamistischen Extremisten zu befreien - weit mehr als die ursprünglich geplanten 3300, fügte Ouatarra in Addis Abeba hinzu.

Die Afrikanische Union (AU) hat angekündigt, sich mit 50 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) an der Gesamtsumme zu beteiligen. Die Europäische Union gibt 50 Millionen Euro, woran Deutschland nochmals beteiligt ist. Zudem will die EU Militärausbilder entsenden.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte in Berlin: "Wir werden die Aktivitäten zur Befreiung Malis unterstützen: finanziell, logistisch, humanitär sowie mit Ausrüstung und Know-how zur Ausbildung der malischen Armee." Deutschland trage so dazu bei, "dass der Einsatz nun mehr und mehr ein afrikanisches Gesicht bekommt". Westerwelle fügte hinzu: "Bei aller Richtigkeit des militärischen Einsatzes müssen wir aber auch weiter mit Nachdruck darauf hinarbeiten, dass in Mali ein ernsthafter Verhandlungsprozess in Gang kommt." Langfristig könne es nur eine politische Lösung geben.

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