Deutschlandmanager magazin RSS  - Deutschland

Alle Artikel und Hintergründe


09.01.2013
Twitter GooglePlus Facebook

Umfrageschock
FDP stürzt auf 2 Prozent ab

Lange Gesichter bei der FDP: Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle (l.) und der Bundesvorsitzende Philipp Rösler
DPA

Lange Gesichter bei der FDP: Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle (l.) und der Bundesvorsitzende Philipp Rösler

Bittere Nachricht für FDP-Chef Rösler kurz vor der Landtagswahl in Niedersachsen: Gerade noch 2 Prozent der Wähler würden den Liberalen derzeit bundesweit ihre Stimme geben.

Berlin - Die Querelen um FDP-Parteichef Philipp Rösler lassen die Liberalen in einer neuen Umfrage auf 2 Prozent abstürzen. Im "Stern"/RTL-Wahltrend vom Mittwoch hat sich ihr bundesweiter Wert von 4 Prozent vor Weihnachten damit halbiert. Das ist das schlechteste FDP-Ergebnis beim Umfrageinstitut Forsa seit fast einem Jahr.

Jetzt müssen die Liberalen bei der Niedersachsen-Wahl am 20. Januar noch mehr zittern. Fliegt die FDP aus dem Landtag, dürften Röslers Tage an der Parteispitze gezählt sein. Die Freidemokraten setzen aber darauf, dass genug CDU-Wähler in Niedersachsen der FDP ihre Stimme geben, um Schwarz-Gelb fortzusetzen.

Der FDP-Spitzenkandidat in Niedersachsen, Stefan Birkner, sagte der "Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen": "Wer sicherstellen will, dass der Ministerpräsident auch zukünftig McAllister heißt, der muss sich schon überlegen, wie er mit der Zweitstimme umgeht."

Der CDU-Regierungschef selbst meinte: "Die FDP wird den Sprung in den Landtag aus eigener Kraft schaffen." McAllister schloss aber gemeinsame Auftritte mit Birkner im Wahlkampfendspurt nicht kategorisch aus. "Warten wir mal ab", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Spitzenpolitiker machen Niebel für Umfragetief verantwortlich

Der Hauptschuldige am Umfrageabsturz ist nach Ansicht führender Liberaler Dirk Niebel. Der Entwicklungsminister attackiert Rösler seit Wochen. Beim Dreikönigstreffen am Sonntag in Stuttgart rechnete Niebel dann offen mit Rösler ab und forderte eine neue Aufstellung an der Parteispitze für die Bundestagswahl. Die jüngste Eskalation im Machtkampf ist in der neuen Forsa-Umfrage noch gar nicht berücksichtigt. Die befragten Wähler waren kurz vor dem Dreikönigstreffen interviewt worden.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung droht Niebel auf dem nächsten Parteitag die Quittung. Bei den Präsidiumswahlen im Frühjahr solle Niebel seinen Posten räumen, hieß es. Sollte Niebel dennoch kandidieren, drohe ein Gegenkandidat.

Der Kieler FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki forderte seine Partei auf, sich stärker um die Gunst der Wähler zu bemühen. "Das ist alles andere als eine Aufmunterung", kommentierte er das Umfrageergebnis. "Es macht aber überdeutlich, dass wir unsere Anstrengungen intensivieren müssen, die Wählerinnen und Wähler mit inhaltlichen Aussagen und Konzepten zu überzeugen."

mg/dpa

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Kommentarreihe: Wie stark ist Deutschland wirklich?
"Der Trend geht in die falsche Richtung"
Kommentarreihe
Wie stark ist Deutschland wirklich?
Kommentarreihe: Wie stark ist Deutschland wirklich?
"Benötigen wir weitere Wohltaten des Staates?"
Kommentarreihe: Wie stark ist Deutschland wirklich?
"Wir schwächen uns auf Dauer selbst"

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarifvergleich:
Finden Sie den passenden Tarif
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Tablet Tarifvergleich:
Surfen Sie günstiger