Freitag, 19. Oktober 2018

EEG-Umlage 17 Milliarden Euro für Ökostrom-Förderung

Immer teurer: Auch im neuen Jahr klettern die Strompreise.

Deutschlands Ökostrom-Erzeuger kassierten im vergangenen Jahr 20 Milliarden Euro. 17 Milliarden davon zahlten die Verbraucher mit einer Umlage. Der Strom selbst war an der Börse nur rund drei Milliarden Euro wert.

Berlin - Die Erzeugung von Ökostrom kam die Verbraucher 2012 so teuer zu stehen wie in keinem Jahr zuvor. Deutschlands Ökostromerzeuger erhielten für die Energie erstmals mehr als 20 Milliarden Euro, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Fast 17 Milliarden Euro davon zahlten die Stromverbraucher mit einer Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ("EEG-Umlage").

Der Marktwert des Stroms betrug dem Bericht zufolge nur einen Bruchteil dessen: An der Börse, wo die Erzeuger den Strom verkaufen müssen, erhielten sie dafür nur 2,9 Milliarden Euro. Die Zeitung zitiert aus der neuesten Übersicht der vier Betreiber des Stromnetzes.

Die Netzbetreiber waren für 2012 von einem Ökostromangebot im Wert von 17,6 Milliarden Euro und von höheren Börsenpreisen von 4,9 Milliarden Euro ausgegangen.

Der Ökostromanteil ist im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von rund 23 Prozent geklettert, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bereits Ende Dezember mit. 2011 betrug der Anteil von Strom aus Solaranlagen, Windparks, Biogasanlagen und Wasserkraftwerken an der Gesamtenergieproduktion rund 20 Prozent.

Damit dürfte Ökostrom auch in 2012 wieder vor der Kernenergie gelegen haben - endgültige Zahlen zum Strommix 2012 sollen im Laufe des Monats vorliegen. Wichtigster Energieträger war zuletzt mit einem Anteil von 24 Prozent die Braunkohle. Führende Ökoenergie-Quelle bleibt laut BDEW Wind mit 45 Milliarden Kilowattstunden Jahresproduktion (2011: 48,9).

Die Photovoltaik wird ihren Anteil an der Stromerzeugung auf voraussichtlich rund 28,5 Milliarden Kilowattstunden (2011: 19,3) steigern - trotz Förderkürzungen bei der Solarenergie rechnen Fachleute mit einem Zubau, der sich fast in der Größenordnung des Rekordjahres 2011 (7500 Megawatt) bewegen könnte.

rei/rtr/dpa

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH