19.12.2012
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Ex-Verteidigungsminister
Peter Struck ist tot

Tod nach Herzinfarkt: Ex-Verteidigungsminister Peter Struck
REUTERS

Tod nach Herzinfarkt: Ex-Verteidigungsminister Peter Struck

Der frühere Verteidigungsminister Peter Struck ist tot. Struck gehörte seit fast 50 Jahren der SPD an und saß beinahe 30 Jahre für die Partei im Bundestag. Er starb im Alter von 69 Jahren nach einem schweren Herzinfarkt in einem Berliner Krankenhaus.

Berlin - Der frühere Verteidigungsminister und SPD-Politiker Peter Struck ist tot. Er starb nach Angaben eines Sprechers der Familie am Mittwoch im Alter von 69 Jahren im Berliner Krankenhaus Charite. Dort war er am Vortag mit einem schweren Herzinfarkt eingeliefert worden.

Der gebürtige Göttinger war seit 1964 Mitglied der SPD und saß von 1980 bis 2009 für die Sozialdemokraten im Bundestag. Von 2002 bis 2005 war er Verteidigungsminister in der rot-grünen Bundesregierung von Kanzler Gerhard Schröder (SPD). Unter seiner Führung erhielt die Bundeswehr 2003 neue "Verteidigungspolitische Richtlinien". Strucks Kernaussage dazu wurde inzwischen zum geflügelten Wort: "Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird am Hindukusch verteidigt."

Von 1998 bis 2002 sowie von 2005 bis 2009 leitete Struck die Bundestagsfraktion seiner Partei. Bis zuletzt fungierte er an der Spitze der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, als deren Vorsitzender er erst in der vergangenen Woche wiedergewählt worden war.

Struck erhielt einige Auszeichnungen, darunter 1989 das "Bundesverdienstkreuz am Bande" und 2004 das "Große Bundesverdienstkreuz". 1995 ehrte ihn die Tabaklobby als "Pfeifenraucher des Jahres".

Trauer in Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den verstorbenen SPD-Politiker Peter Struck als bedeutenden Parlamentarier und großen Sozialdemokraten gewürdigt. "Die Nachricht vom Tode Peter Strucks erfüllt mich mit großer Trauer", erklärte die CDU-Vorsitzende am Mittwoch in Berlin. "Peter Struck hat unserer Demokratie 29 Jahre lang als Abgeordneter gedient, er war ein bedeutender Parlamentarier und großer Sozialdemokrat", sagte die Kanzlerin.

Sie habe Struck in der großen Koalition von 2005 bis 2009 "als einen hart argumentierenden, dabei jedoch stets verlässlichen Partner kennen- und schätzen gelernt", würdigte die Kanzlerin. Als Verteidigungsminister habe sich Struck hohe fachliche Anerkennung und vor allem die Wertschätzung der Soldatinnen und Soldaten erworben. "Mein Mitgefühl gilt Peter Strucks Familie, seiner Frau, seinen Kindern und Enkeln, denen ich mein tiefes Beileid übermittle."

Der heutige SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier sagte zu Strucks Tod: "Wir verlieren nicht nur einen großen Politiker, einen der für viele Menschen im Land ein Vorbild war. Wir verlieren einen Freund, einen engen Weggefährten, einen Mann voller Herzenswärme, Humor und Lebensklugheit". Zweimal sei Peter Struck an die Spitze der Fraktion gewählt worden, als einziger Fraktionsvorsitzender seit Gründung der Bundesrepublik.

"Er genoss von Anfang an hohe Anerkennung in der Fraktion. Und über die Jahre wurde aus Anerkennung tiefe Zuneigung. Die Menschen mochten ihn für seine Offenheit, Geradlinigkeit und für seine klaren Ansagen", betonte Steinmeier.

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