Samstag, 28. März 2015

Strompreiserhöhung Staat nimmt 3,4 Milliarden Euro mehr ein

Strom wird teurer: CDU-Energieexperte Reisner schlägt vor, die zusätzlichen Einnahmen an die Bürger zurückzugeben

Durchschnittlich 13 Prozent mehr müssen deutsche Haushalte im kommenden Jahr für ihren Strom bezahlen. Das lohnt sich nicht für die die Energiekonzerne, sondern auch für den Staat.

Berlin - Der Staat nimmt einem Medienbericht zufolge mit der Strompreiserhöhung im kommenden Jahr rund 3,4 Milliarden Euro zusätzliche Mehrwertsteuer ein. Das berichtet die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf Berechnung von Günter Reisner, Energieexperte von der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung.

Demnach zahlen die rund 41 Millionen deutschen Haushalte 2013 mit der durchschnittlichen Preiserhöhung von 13 Prozent knapp 17,8 Milliarden Euro mehr für Strom. Darauf werden 3,4 Milliarden Euro Mehrwertsteuer fällig.

Den Berechnungen liegt dem Bericht zufolge ein Gesamtjahresverbrauch in Deutschland von 607 Milliarden Kilowattstunden und ein Preis von 26 Cent pro Kilowattstunde zugrunde. Zudem ist die Befreiung der stromintensiven Industrie unter anderen von der EEG-Umlage und den Netzentgelten mit 10 Prozent am Gesamtverbrauch berücksichtigt.

Reisner schlägt vor, die zusätzliche Mehrwertsteuer den Verbrauchern zu erstatten. "Um die Bürger bei der Energiewende mitzunehmen, sollte man die Zusatzeinnahmen an die Haushalte zurückgeben", sagte Reisner dem Blatt. Pro Haushalt wären das 82 Euro.

mg/rtr

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