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13.12.2012
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Impact Investing
Mit gutem Gewissen investieren

Von Dirk Wohleb

Impact Investing: Das Interesse von Stiftungen, Unternehmern und Privatanlegern steigt. Doch noch fehlt es an Standards und Benchmarks
Corbis

Impact Investing: Das Interesse von Stiftungen, Unternehmern und Privatanlegern steigt. Doch noch fehlt es an Standards und Benchmarks

Impact Investing verspricht die etwas andere Art der Geldanlage. Nicht allein die Rendite steht im Vordergrund, Investoren verfolgen bestimmte ökologische und soziale Ziele. Die neue Anlageklasse hat Wachstumschancen.

Hambuerg - Direkt Kindergärten unterstützen oder Kindern in Entwicklungsländern eine Schulausbildung zu ermöglichen - viele Investoren wollen ihr Geld gezielt für eine gute Sache investieren. Der Kreis der Interessenten beschränkt sich nicht nur auf eine kleine Zahl von hoch vermögenden Philanthropen wie Bill Gates oder Warren Buffet, die Stiftungen gründen, um ihr milliardenschweres Vermögen für die gute Sache zu verwenden.

Laut einer Umfrage interessieren sich 15 Millionen Bundesbürger für eine Geldanlage, die neben wirtschaftlichen Zielen auch ökologische und soziale Intensionen verfolgt. Dabei zeichnet sich ein neuer Trend ab: direkte Investitionen in Sozialunternehmen. Diese neue Bewegung macht unter dem Stichwort "Impact Investment" von sich reden. "Die Atomkatastrophe von Fukushima hat bei vielen Menschen noch einmal ein Umdenken ausgelöst und das Interesse an ökologisch und ethischen Geldanlagen verstärkt", sagt Christof Lützel, Pressesprecher der GLS Bank.

Ist das nur eine neue Verpackung für nachhaltige Investments? "Nein", sagt Melinda Weber, Expertin und Beraterin für Impact Investments in München. "Die Wirkung von nachhaltigen Investments ist oft indirekt. Bei Impact Investment steht dagegen das direkte Investieren in Form von Beteiligungen oder Darlehen in Sozialunternehmen im Vordergrund".

Während bei nachhaltigen Investments beispielsweise die Vermeidung von C02-Emissionen oder Kinderarbeit das Ziel ist, will Impact Investing gesellschaftliche Herausforderungen direkt angehen und lösen. Dabei beteiligen sich Anleger an sozial-motivierten Unternehmen, die eine positive gesellschaftliche Wirkung erzielen wollen. Das Spektrum ihrer Aktivitäten ist breit gefächert: Es reicht vom Aufbereiten von Schmutzwasser in Entwicklungsländern über den Bau von Schulen bis zur Integration von Behinderten ins Arbeitsleben.

Neue Anlageklasse mit Wachstumschancen

Nach einer Studie von JP Morgan handelt es sich bei Impact Investment nicht um eine Eintagsfliege oder einen Modetrend, sondern sogar um eine neue Anlageklasse. Das Investmentvolumen könnte nach den Prognosen der Studie in den kommenden acht Jahren ein Volumen von bis zu einer Billion Dollar erreichen.

Investoren können auf unterschiedlichstem Art und Weise investieren: In Frage kommen Darlehen, Kredite oder Beteiligungen zum Beispiel in Form von Private Equity oder Venture Capital. Vor allem für Stiftungen ist Impact Investing interessant: Sie können damit das Kapital direkt in Unternehmen investieren, die dem Stiftungszweck entsprechen. Neben direkten Beteiligungen besteht auch die Möglichkeit, Anteile an geschlossenen Fonds zu kaufen:

Der Social Venture Fund ist einer der wenigen geschlossenen Fonds in Deutschland, die direkt in Sozialunternehmen investieren. Allerdings müssen Anleger mindestens 500.000 Euro investieren. Dabei steht die soziale und weniger die finanzielle Rendite im Vordergrund: Ziel ist ein möglichst großer gesellschaftlicher Nutzen bei gleichzeitigen realem Kapitalerhalt oder sogar eine moderate finanzielle Rendite.

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