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13.12.2012
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Impact Investing
Mit gutem Gewissen investieren

Von Dirk Wohleb

Impact Investing: Das Interesse von Stiftungen, Unternehmern und Privatanlegern steigt. Doch noch fehlt es an Standards und Benchmarks
Corbis

Impact Investing: Das Interesse von Stiftungen, Unternehmern und Privatanlegern steigt. Doch noch fehlt es an Standards und Benchmarks

2. Teil: Unterstützung für hochbegabte Menschen mit Autismus

Der Social Venture Fund beteiligt sich zum Beispiel am Berliner Unternehmen Auticon. Dabei bekommen hochbegabte Menschen mit Autismus die Chance, ihre Fähigkeiten in der IT-Branche anzuwenden. Dafür erhalten sie eine spezielle Ausbildung, genauso wie die Kunden von Auticon gecoacht werden. So wird eine Integration von Menschen mit Autismus in die Arbeitswelt möglich.

Ein weiteres Beispiel ist das Unternehmen Verbavoice, das die Kommunikation für Hörgeschädigte verbessern möchte. Das Unternehmen entwickelt ein System zur Erkennung und Darstellung von Sprache in Echtzeit. Dabei übermittelt ein Mobiltelefon oder ein internetfähiges Endgerät das Gesprochene in Textform an hörgeschädigte Menschen. Das verbessert ihre Chancen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Noch ist der Markt für Impact Investments relativ neu und nicht sehr stark entwickelt. Einen Überblick bietet die Datenbank Impact Assets 50 der Calvert Stiftung. Dabei werden die wichtigsten Asset Manager in dem noch jungen Sektor vorgesellt. Das Ratingsystem "Global Impact Investing Rating System" (GIIRS) nimmt nicht nur einzelne Sozialunternehmen unter die Lupe, sondern analysiert auch die Fonds.

Mit einem wachsendem Markt sinken die Kosten für Anleger

Tatsache ist aber: Das Angebot für Investments in Sozialunternehmen ist noch klein. Es braucht noch Zeit, bis sich Standards und Benchmarks durchgesetzt haben: "Je stärker sich der Markt entwickelt, desto mehr Produkte kommen auf den Markt. Dann sinken auch Kosten sowie Mindestanlagesummen und die Vergleichbarkeit der Produkte nimmt zu."

Zu den Vorreitern von ökologischen und ethisch nachhaltigen Investments gilt die GLS-Bank in Bochum. Als erste Bank überhaupt erhielt das Geldhaus aktuell die Auszeichnung als "Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen".

Die Bank gibt den Kunden seit 1974 die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wie ihre Spareinlagen zum Einsatz kommen. Die Sparer können wählen zwischen ökologischer Landwirtschaft, regenerative Energien, Bildung und Kultur. Immerhin 56 Prozent der Einlagen werden als Kredite zielgerichtet in Projekte investiert. Diese Quote soll in den kommenden Jahren auf 75 Prozent steigen.

Die vergebenen Kredite veröffentlicht die Bank regelmäßig in einem Kreditspiegel. Die Sparer investieren dabei nicht direkt in ein bestimmtes Sozialunternehmen, aber sie können zumindest die Branche und die Richtung vorgeben, wie Christof Lützel von der GLS-Bank betont: "Die Menschen wollen nicht nur grünen Strom, sondern auch ihr Geld direkt in sinnvolle Projekte investieren", sagt Lützel. Er hält den Trend für "nicht mehr umkehrbar."

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