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26.11.2012
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Akademikeranteil
Zuwanderer heben den Bildungsstand

Studenten an der Technischen Universität Dresden: Akademikeranteil unter Neuankömmlingen doppelt so hoch wie unter der deutschen Bevölkerung
dapd

Studenten an der Technischen Universität Dresden: Akademikeranteil unter Neuankömmlingen doppelt so hoch wie unter der deutschen Bevölkerung

Fast die Hälfte der neuen Zuwanderer besitzt einen Hochschulabschluss. Eine neue Studie belegt den stark steigenden Anteil der Gebildeten unter den Neubürgern. Ihr Akademikeranteil ist inzwischen doppelt so hoch wie der in der deutschen Bevölkerung.

Nürnberg - In Deutschland haben nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern immer mehr Zuwanderer einen Hochschulabschluss. Seien im Jahr 2005 lediglich 30 Prozent der Neuzuwanderer Akademiker gewesen, waren es fünf Jahre später bereits 44 Prozent, geht aus einer Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Zum Vergleich: Unter den bereits hier Ansässigen im erwerbsfähigen Alter haben laut dem Bildungsbericht der Bundesregierung zwischen 10 Prozent (60- bis 65-jährige Frauen) und maximal 23 Prozent (30- bis 35-jährige Frauen) einen Hochschulabschluss.

Auch sonst seien die erst in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommenen Ausländer besser qualifiziert als frühere Migrantengenerationen, berichten die Autoren der Studie Holger Seibert und Rüdiger Wapler. Neuzuwanderer mit Berufsabschlüssen oder einer akademischen Ausbildung fänden meist rasch eine Arbeit in Deutschland.

Migranten aus Nicht-EU-Ländern gingen deutlich seltener einer Erwerbstätigkeit nach als jene aus der EU. Das IAB führt dies zum einen auf unterschiedliche formale Zugangshürden auf dem Arbeitsmarkt zurück, zum anderen aber auch darauf, dass diese Personengruppe häufiger aus familiären oder humanitären Gründen nach Deutschland komme und nicht, weil sie ein konkretes Arbeitsangebot habe.

Als wichtigen Grund für den wachsenden Anteil qualifizierter Migranten sehen die beiden Arbeitsmarktforscher das im Jahr 2005 in Kraft getretene Zuwanderungsgesetz. Dies setze darauf, qualifizierten Ausländern die Zuwanderung nach Deutschland zu erleichtern. Damit solle der in Zukunft erwartete Fachkräftemangel abgemildert werden.

Zudem hätten sich bei den Herkunftsländern der Migranten die Gewichte verschoben: Statt Türken aus ländlichen Gebieten mit oftmals geringer Ausbildung suchten immer mehr gut ausgebildete Männer und Frauen aus den EU-Ländern eine neue berufliche Perspektive in Deutschland. Im Jahr 2009 habe der Anteil nach Deutschland zugewanderter Türken nur noch bei 3 Prozent gelegen.

ak/dpa-afx/dapd

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