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18.11.2012
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Bundesparteitag
Grüne ziehen geeint in den Wahlkampf

Grünen-Chefin Claudia Roth: "Kämpfen kann ich, liebe Freundinnen und Freunde"
dapd

Grünen-Chefin Claudia Roth: "Kämpfen kann ich, liebe Freundinnen und Freunde"

Parteichefin Claudia Roth schneidet bei ihrer Wiederwahl verblüffend stark ab, die Beschlüsse zu sozialen Wohltaten fallen realitätstauglich aus: die Grünen rüsten sich für den Bundeswahlkampf. Schwarz-Grün erteilen sie eine Absage - doch da gibt es ein kleines Problem.

Hannover - Die Grünen streben mit neuer Geschlossenheit und dem Versprechen sozialer Wohltaten zurück an die Macht. Beim Bundesparteitag in Hannover scharten sich die 800 Delegierten am Wochenende demonstrativ um Parteichefin Claudia Roth. Nach der für sie demütigenden Schlappe bei der Urwahl über das Spitzenduo für die Bundestagswahl bekam sie bei ihrer Wiederwahl starke 88,5 Prozent.

Inhaltlich wurden unter anderem höhere Hartz-IV-Sätze beschlossen. Reiche sollen dafür höhere Steuern bezahlen. Einer Koalition mit der Union wurde eine Absage erteilt. Ziel sei eindeutig Rot-Grün.

Im Mittelpunkt stand besonders am Samstag Claudia Roth, nachdem sie bei der Urwahl mit 26 Prozent nur auf dem vierten Platz gelandet war. Nur bei ihrer ersten Wahl zur Parteichefin im Jahr 2001 bekam Roth mit 91,5 Prozent ein besseres Resultat als nun in Hannover. Bei ihrer letzten Wahl hatte sie 2010 in Freiburg 79,3 Prozent erhalten.

Nach der Wahl umarmten die Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin die 57-Jährige, die nach Tagen in einem schwarzen Outfit wieder hellere Töne trug. Roths Co-Vorsitzender Cem Özdemir schaffte mit 83,3 Prozent (2010: 88,5) ebenfalls ein gutes Ergebnis.

Roth: "Die Trauerzeit ist vorbei"

Roth sagte, sie habe zuletzt Stunden mit Schatten und Licht erlebt. "Aber die Trauerzeit ist vorbei." Sie bat um eine ehrliche Antwort, ob das Vertrauen in sie noch da sei - so wie sie eben sei. "Das ändern will ich nicht, und geklonte Identität mag ich nicht." Sie versprach: "Kämpfen kann ich, liebe Freundinnen und Freunde, und das Nerven, das gewöhn' ich mir auch nicht mehr ab."

Die einzige größere Überraschung gab es bei den Wahlen zum Parteirat. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, bisher ein Hoffnungsträger, wurde scheinbar für einen parteiintern als ruppig kritisierten Umgang abgestraft und flog aus dem Koordinierungsgremium der Grünen.

Wortreich wurde versucht, allen schwarz-grünen Gedankenspielen ein Ende zu bereiten. "Grün oder Merkel, darum geht's", sagte die Spitzenkandidatin Göring-Eckardt. "Wir wollen mit grüner Politik schwarze Wähler gewinnen, aber mit Euch regieren wollen wir nicht", sagte die 46-Jährige mit Blick auf CDU/CSU. Özdemir forderte, auch die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück müsse noch zulegen. Entscheidend sei, dass die Grünen möglichst stark würden.

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