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11.09.2012
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Zu wenig Akademiker
Deutsche rutschen im Bildungsvergleich ab

Mehr Studenten, schlechteres Niveau: Unternehmen klagen über weiter und weiter heruntergeschraubte Abschlüsse
dapd

Mehr Studenten, schlechteres Niveau: Unternehmen klagen über weiter und weiter heruntergeschraubte Abschlüsse

Deutschland wendet Milliarden für die Bildung auf, doch Schulen und Universitäten sind von zu schlechter Qualität. Im internationalen Vergleich fällt die Bundesrepublik nach Meinung der OECD sogar weiter zurück.

Berlin - "Unsere Kinder sollen es einmal besser haben" - das war der Antrieb vieler Eltern in denm 60er Jahrn in Deutschland. Heute scheint das nicht mehr zu stimmen. Die Anstrengungen für die Ausbildung der jungen Generation der Deutschen übersteigen nur noch selten das Ergebnis der vergangenen Jahrzehte hierzulande, bemängelt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD).

Nur 20 Prozent der Jüngeren schaffen nach OECD-Angaben ein höheren Bildungsabschluss als ihn Vater oder Mutter besitzen. Im Schnitt der anderen wichtigen Industrienationen sind dies dagegen 37 Prozent. Besonders Großbritannien, Frankreich, aber auch Italien und Polen verzeichneten im weltweiten Vergleich hohe "Bildungs-Aufsteigerraten".

Bei der Steigerung der Studentenzahl bescheinigt die OECD Deutschland "moderate Fortschritte". So würden nach jüngsten Schätzungen voraussichtlich 42 Prozent aller jungen Menschen im Verlauf ihres Lebens ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule aufnehmen. 1995 waren dies erst 26 Prozent. Die Zahl der erfolgreichen Hochschulabsolventen stieg in Deutschland im gleichen Zeitraum von 14 auf 30 Prozent eines Altersjahrganges.

Akademikerquote niedrig, Arbeitslosigkeit allerdings auch

Im Schnitt der OECD-Staaten lag die Quote allerdings deutlich höher. Demnach stieg der Anteil der Studienanfänger zwischen 1995 und 2010 von 37 Prozent auf 62 Prozent. Die Quote der erfolgreichen Hochschulabsolventen kletterte im weltweiten Schnitt von 20 Prozent auf 39 Prozent.

Beim Gesamtbildungsniveau dürfte Deutschland im internationalen Vergleich weiter zurückfallen. Der Grund dafür sei, dass andere Länder ihr Hochschulsystem bereits früher und deutlich schneller ausgebaut haben. Laut Bericht gehört die Bundesrepublik zu den wenigen Ländern, in denen der Akademikeranteil unter den 25- bis 34-Jährigen mit 26 Prozent fast identisch ist mit dem in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen (25 Prozent), die in den nächsten Jahren langsam aus dem Berufsleben ausscheiden. OECD-weit ist hingegen in diesen Altersgruppen die Akademikerquote von 23 auf 38 Prozent angestiegen.

Gleichwohl ist Deutschland laut Bericht das einzige Land unter den OECD-Industriestaaten, in dem zwischen 2008 und 2010 die Arbeitslosigkeit über alle Bildungsgruppen hinweg abgenommen hat. Unter den Akademikern sank die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik von 3,3 auf 3,1 Prozent, während sie weltweit von 3,3 auf 4,7 Prozent stieg. Unter den Erwachsenen mit Sekundar-II-Abschluß (Abitur beziehungsweise abgeschlossene Lehre) ging in Deutschland die Arbeitslosigkeit von 7,2 auf 6,9 Prozent zurück (OECD: Anstieg von 4,9 auf 7,6).

kst/dpa-afx

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