Sonntag, 27. Mai 2018

DIHK-Konjunkturumfrage Wirtschaft will 450.000 Jobs schaffen

Callcenter: Im Dienstleistungsbereich sollen die meisten Jobs entstehen

Der Konjunkturmotor brummt: Während andere Euro-Länder tief in der Rezession stecken, will die deutsche Wirtschaft knapp eine halbe Million Jobs schaffen - mit Abstand die meisten davon in einem Bereich.

Berlin - Die deutsche Wirtschaft will nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in diesem Jahr etwa 450.000 neue Mitarbeiter einstellen. Dies geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage hervor, über die zunächst "Bild.de" berichtete. Die Ergebnisse der Umfrage entsprechen den Erwartungen von Regierung und Wirtschaftsexperten.

Mehr als die Hälfte der neuen Stellen sollen in der Dienstleistungsbranche entstehen. Gesundheits- und Sozialdienste, Gastronomen, Unternehmen im Tourismus und in der Freizeitbranche allein wollen etwa 130.000 Beschäftigte einstellen. Bei IT-Unternehmen, Versicherungen und Unternehmensberatungen ist mit 80.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen zu rechnen, bei Post, Telekommunikation und Gebäudereinigung mit weiteren 30.000.

Laut der DIHK-Umfrage soll es zudem in der Metallindustrie und am Bau jeweils 60.000 neue Jobs geben. Im Handel sind 50.000 neue Stellen zu erwarten, bei Zeitarbeitsfirmen etwa 30.000.

Deutschland hat sich von der europäischen Konjunkturentwicklung entkoppelt. Während Euro-Länder wie Italien und Großbritannien in die Rezession gerutscht sind, ist das Wachstum hierzulande solide. Zuletzt hatte die Bundesbank ihre Prognose für das laufende Jahr auf real 1 Prozent erhöht.

ts/dpa

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