Samstag, 24. Februar 2018

Gehaltsgrenzen gesenkt Regierung erleichtert Zuwanderung von Fachkräften

Fachkräfte sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt Mangelware

Tausende Stellen bleiben hierzulande unbesetzt, weil geeignete Arbeitskräfte fehlen. Nun hat sich die schwarz-gelbe Koalition darauf geeinigt, die Hürden für die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte zu senken.

Berlin - Die Fraktionen von Union und FDP einigten sich darauf, dass Ausländer künftig zuziehen dürfen, wenn sie im neuen Job mehr als 44.800 Euro jährlich verdienen. Bislang galt eine Schwelle von 66.000 Euro.

Für Berufe mit vielen offenen Stellen - dazu zählen vor allem Ingenieure - soll die Verdienstschwelle bei nur 34.200 Euro liegen. Das teilten die Innenexperten von Union und FDP, Reinhard Grindel (CDU) und Hartfrid Wolff (FDP), mit.

Zudem ist die Einführung eines Visums eigens zur Arbeitsplatzsuche geplant. Demnach sollen Nicht-EU-Ausländer, unabhängig von Qualifikation und bisherigem Verdienst, für bis zu sechs Monate zur Jobsuche einreisen können. Neu ist auch die Regel, dass Deutschkenntnisse besonders berücksichtigt werden sollen. Wer gut Deutsch spricht, erhält nach zwei Jahren unbefristeten Aufenthalt.

Die Fraktionen planen, dass Gesetz Ende April/Anfang Mai im Bundestag zu verabschieden. Zudem muss es auch durch den Bundesrat. Hier erwarten Wolff und Grindel aber keine Probleme. Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause in Kraft treten.

mg/dpa-afx

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