Sonntag, 26. April 2015

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Rekordreserve Krankenkassen erzielen Milliardenüberschuss

Die gute Lage am Arbeitsmarkt hat die Kassen der Versicherungen prall gefüllt

So hoch fiel die Reserve der gesetzlichen Krankenkasse noch nie aus: Stattliche 19,5 Milliarden Euro hat die GKV inzwischen angehäuft. Allein die einzelnen Kassen erzielten 2011 einen Überschuss von vier Milliarden Euro. Gesundheitsminister Bahr fordert nun Rückzahlungen an die Versicherten.

Berlin - Die gesetzliche Krankenversicherung hat historisch wohl einmalige Finanzreserven von 19,5 Milliarden Euro angesammelt. Das geht aus den vorläufigen Ergebnissen für das vergangene Jahr hervor, die das Bundesgesundheitsministerium veröffentlicht hat.

Allein die einzelnen Krankenkassen erzielten 2011 einen Überschuss von rund vier Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als bei den bisher letzten Angaben vom Dezember angenommen.

Die Gesamtreserven sind verteilt auf die einzelnen Kassen und den Gesundheitsfonds, über den die Beitrags- und Steuermilliarden gesammelt und verteilt werden. Das Finanzpolster bei den Kassen gibt das Ministerium mit rund zehn Milliarden Euro Ende 2011 an. Der Fonds habe eine Liquiditätsreserve von rund 9,5 Milliarden Euro.

Etliche Kassen verfügen laut Ministerium somit über Mittel, die in dieser Höhe nicht zur Absicherung gegen Risiken gebraucht würden. "Diese Krankenkassen sind gefordert, intensiv zu prüfen, ob vorhandene Prämienpotenziale an ihre Mitglieder weiterzugeben sind", mahnt das Ressort von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Der Teil des Gesundheitsfonds, der verfügbar sei, sei angesichts konjunktureller Risiken ein sinnvoller Puffer. Es handelt sich um 4,4 Milliarden Euro aus dem Fonds, die nicht unter anderem als Pflichtreserve gebunden sind

mg/dpa

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