Montag, 27. April 2015

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Äußerst vielseitig "Stresstest" ist Wort des Jahres 2011

Stuttgarter Hauptbahnhof: Der Kopfbahnhof soll in einen Tiefbahnhof umgebaut werden, ob das effizienter ist, wurde in einem Stresstest ermittelt

Atomkraftwerke, Banken und Bahnhofsprojekte hatten 2011 eins gemeinsam: Sie mussten sich einem sogenannten Stresstest unterziehen. Grund genug für die Jury, den Begriff zum Wort des Jahres zu küren.

Wiesbaden - Das Wort stamme eigentlich aus der Humanmedizin, aber im Jahr 2011 seien auch Atomkraftwerke, Regierungen, Banken und Bahnhofsprojekte Stresstests unterzogen worden, begründete die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ihre Wahl. Der Begriff habe sich aus sprachlicher Sicht als äußerst produktiv erwiesen und sei in den verschiedensten Bereichen anzutreffen gewesen.

Diese Praxis und somit das Wort hätten dadurch politische, wirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Relevanz erlangt. "So ist Stresstest mittlerweile als fester Bestandteil der Alltagssprache anzusehen", fügten die Juroren der Gesellschaft für deutsche Sprache hinzu.

Auf Platz zwei setzten die Sprachwissenschaftler das Wort "hebeln", das für die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms steht. "Arabellion", der Oberbegriff für politische Umwälzungen in den arabischen und nordafrikanischen Ländern, folgt auf Rang drei. Die Wörter "Merkozy" und "Fukushima" schafften es ebenfalls auf die Zehnerliste.

Im vergangenen Jahr hatte die Gesellschaft den "Wutbürger" ausgewählt, gefolgt von "Stuttgart 21". Die Jury stellt traditionell eine Liste von Wörtern zusammen, die ein Jahr und seine Themen widerspiegeln.

mg/dpa/dapd

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