Dienstag, 20. November 2018

Die Wirtschaftsglosse FDP-Chef Rösler stellt Insolvenzantrag

Oha: FDP-Chef Rösler beim Kassensturz seiner Partei?

Am Wochenende wird in Berlin gewählt - aber wohl ohne die FDP. Parteichef Philipp Rösler hat (endlich) den Antrag auf Insolvenz der Partei gestellt. Das Schreiben liegt manager magazin Online am Ende des Tages exklusiv vor (Vorsicht: Satire).

FDP - die Liberalen
Der Bundesvorsitzende
Philipp Rösler
Reinhardtstraße 14
10117 Berlin



An das
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Amtsgerichtsplatz 1
14057 Berlin


Berlin, 16. September 2011


Insolvenzantrag


Sehr geehrte Damen und Herren,

als gesetzlicher Vertreter beantrage ich hiermit für die Freie Demokratische Partei (FDP) die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Als Eröffnungsgrund mache ich gemäß § 15 Abs. 2 InsO politische Zahlungsunfähigkeit geltend: Die FDP ist nicht mehr in der Lage, ihre laufenden Verpflichtungen zu erfüllen, und wird nach menschlichem Ermessen auch künftig dazu nicht in der Lage sein.

Das Kapital meiner Partei war stets deren Kompetenz in wichtigen Politikfeldern wie vor allem der Wirtschafts- sowie der Außenpolitik. Verkörpert wurde dies über Jahre durch herausragende Persönlichkeiten.

Heute muss das Parteipräsidium feststellen: Dieses Kapital ist restlos aufgebraucht. Die FDP verfügt bereits seit längerem über keinerlei Kompetenzen mehr. Ebenso wenig gibt es noch profilierte Politiker in ihren Führungsgremien. Stattdessen strapaziert die Partei die Kreditlinien ihrer Gläubiger auf das Äußerste.

Sehr geehrte Damen und Herren, das Glaubwürdigkeitskonto der FDP notiert im tiefroten Bereich. Und wir im Präsidium wissen nicht, wie wir dies künftig ändern sollen. Mit dem Insolvenzverfahren wollen wir daher eine geordnete Abwicklung der FDP ermöglichen. Eine Fortführung des Geschäftsbetriebs ist nicht vorgesehen.


Mit freundlichen Grüßen


Philipp Rösler

Bundesvorsitzender

Anlagen:
Vermögensverzeichnis
Liste der Gläubiger

Seite 1 von 2

© manager magazin 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH