Freitag, 23. Juni 2017

Ratingagentur Fitch warnt Trumps Steuerpläne bedrohen Triple-A-Rating der USA

In God we trust: Setzt Trump seine Steuerpläne um, dürfte die AAA-Bonität der USA rasch zerbröseln

Donald Trump hat Steuergeschenke in Höhe von 6,2 Billionen Dollar versprochen. Setzt er die Pläne um, erwartet die Ratingagentur Fitch einen sprunghaften Anstieg der Schulden - und droht mit Entzug der Spitzenbonität.

Die Ratingagentur Fitch sieht wegen der Steuerpläne des künftigen US-Präsidenten Donald Trump die Bestnote für die Kreditwürdigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft gefährdet. "Mittelfristig sehen wir steigenden Druck auf das US-Rating", warnt Ed Parker von Fitch.

Bereits vor der Wahl hatten die Vereinigten Staaten den höchsten Schuldenstand unter allen Ländern mit Spitzenbonität (AAA/ Triple A), so Parker. Wenn man nun noch Trumps Pläne zur Senkung der Steuern um 6,2 Billionen Dollar über die nächsten zehn Jahre dazurechne, könne das die Staatsverschuldung um rund 33 Prozent in die Höhe treiben.

Fitch bewertet die Kreditwürdigkeit der USA derzeit noch mit AAA. Der Konkurrent Standard & Poor's führt die Vereinigten Staaten etwas schlechter, mit AA+.

Je besser ein Rating, umso günstiger kann sich ein Staat am Kapitalmarkt Geld beschaffen. Wird die Bonität eines Lands mit dem sogenannten Triple A bewertet, gilt das Ausfallrisiko als so gut wie vernachlässigbar.

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