Donnerstag, 30. Juni 2016

Diebstahl und sexuelle Übergriffe an Silvester Übergriffe in Köln - das sind die Fakten

Streifenwagen am Hauptbahnhof in Köln: "Hoher Anzahl Sexualdelikte"

Wie viele Täter waren an den Übergriffen in Köln beteiligt? Was weiß die Polizei über sie? Warum wurde erst relativ spät darüber berichtet? Das wissen wir bislang - der Überblick.

Was ist passiert?

Dutzende Frauen haben wegen Diebstahls und sexueller Übergriffe Anzeige erstattet. Sie sollen in der Silvesternacht von mehreren Männern bedrängt und bestohlen worden sein, die Zahl der Täter ist derzeit noch nicht zu ermitteln.

Insgesamt hatten sich laut Polizeipräsident Wolfgang Albers etwa tausend Männer auf dem Bahnhofsvorplatz versammelt. Aus der Gruppe heraus seien auf dem Platz Feiernde mit Feuerwerkskörpern attackiert worden.

Zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens sollen die Übergriffe auf Frauen passiert sein. "Es hat in sehr hoher Anzahl Sexualdelikte gegeben, auch in sehr massiver Form", sagte der Polizeipräsident Albers über die Geschehnisse am Hauptbahnhof. Auch Handys, Handtaschen und Geldbörsen sollen gestohlen worden sein. Mehrere Opfer gaben zu Protokoll, Gruppen von Männern hätten sie umzingelt. Die mutmaßlichen Täter sollen im Alter von 15 bis 35 Jahren gewesen sein. Wie viele Männer insgesamt an den Übergriffen beteiligt waren, ist bislang unklar.

Wie viele sind betroffen?

Am Montag lagen den Ermittlern 60 Anzeigen vor. Bis Dienstag seien 90 Anzeigen eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Zum Teil gehe es um Taschendiebstähle, zum Teil um sexuelle Übergriffe - darunter laut Polizeipräsident Albers auch eine Vergewaltigung. Die Polizei vermutet, dass sich noch mehr Opfer melden könnten. Im Zusammenhang mit diesen Vorfällen habe es noch keine Festnahmen gegeben.

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