Freitag, 20. April 2018

Umfrage unter jungen Beschäftigten Viele Firmen verschlafen den digitalen Wandel

Chancen durch das Internet der Dinge: Laut einer Umfrage sind rund 60 Prozent der jüngeren Beschäftigen (bis 34 Jahre) in Deutschland der Ansicht, dass ihre Firma zu langsam auf den digitalen Wandel reagiere. Gleichwohl sehen mehr als die Hälfte der Befragten ihre berufliche Zukunft eher in einem digital-orientierten Unternehmen

Traditionelle Unternehmenskultur und fehlende digitale Strategien: In vielen Unternehmen findet der notwendige Wandel deutlich langsamer statt, als aus Sicht junger Arbeitnehmer notwendig wäre. Während auf der IT-Messe Cebit in Hannover die Chancen der "d!conomy" diskutiert werden, beklagen viele junge Beschäftigte, dass in deutschen Unternehmen der digitale Wandel nur mangelhaft oder zu langsam umgesetzt werde.

Digital-orientierte Firmen hingegen werden als Arbeitgeber immer attraktiver . Das sind zentrale Ergebnisse einer Umfrage der Markenberatung Prophet zum Thema "Wie gut meistert ihr Arbeitgeber den technologischen Wandel". Zu der Umfrage wurden 3.000 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 34 Jahren in Deutschland, Großbritannien und den USA befragt.

Rund 60 Prozent der in der Online-Studie befragten Bundesbürger kritisierten die fehlende Digitale Transformation ihrer Unternehmen und machten dafür auch das traditionelle Denken der Führungskräfte verantwortlich (53 Prozent).

Digital gut aufgestellte Unternehmen sind die Favoriten bei der Jobsuche

Zwar sieht nur eine Minderheit (42 Prozent) das eigenen Unternehmen heute schon durch die neuen Angreifer aus der Digital Economy direkt bedroht, doch als künftige Arbeitgeber präferieren die Befragten eindeutig junge, digital-orientierte Firmen (63 Prozent).

Einen Arbeitgeber ohne ausreichende digitale Wettbewerbsfähigkeit können sich bereits 56 Prozent nicht mehr vorstellen.

"Viele junge Beschäftigte erkennen, dass es keinen anderen Weg als die Digitalisierung gibt, wenn Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben wollen", analysiert Felix Stöckle, Partner bei Prophet, die Ergebnisse der Umfrage. Daraus leite sich auch eine Aufgabe für Führungskräfte ab: Sie sollten sich selbst zu "digitalen Vorbildern" wandeln und mit den neuen Technologien vertraut machen. Etablierte Konzerne müssten zudem intensiv an der Digitalen Transformation arbeiten, um als Arbeitgeber für die jungen Kreativen interessant zu bleiben.

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