Die Rundfunkgebühr wird komplett auf das Prinzip "Eine Wohnung, ein Beitrag" umgestellt. Die Zahl der Fernseh- und Radiogeräte oder die Zahl der Mitbewohner spielt keine Rolle mehr. Die Rundfunkabgabe von 17,98 Euro im Monat wird also gleichermaßen fällig für Singles, Großfamilien oder eine WG - ganz egal, ob sie ein Empfangsgerät besitzen oder nicht.
Hintergrund der Umstellung ist, dass öffentlich-rechtliche Radio- und TV-Sender via Smartphone und Laptop inzwischen überall empfangbar sind und immer mehr Bürger ihre Radio- und Fernsehgeräte zu Hause abmeldeten, was die Einnahmen aus der Rundfunkgebühr schmelzen ließ. Die Abgabe soll dies nun stoppen.
Und damit die Zwangsabgabe von knapp 18 Euro pro Monat zumindest ein bisschen besser klingt, haben sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auch einen neuen Namen einfallen lassen: Aus der altbekannten GEZ-Gebühr wird "AZDBS" - der ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitragsservice. Alles klar?
© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH