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07.10.2011
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Lehrstellen

Betriebe bilden mehr Azubis aus

Die Fachkräfte von morgen: Die Betriebe in Deutschland haben in diesem Jahr mehr Auszubildende unter Vertrag genommen
DDP

Die Fachkräfte von morgen: Die Betriebe in Deutschland haben in diesem Jahr mehr Auszubildende unter Vertrag genommen

Die Betriebe in Deutschland haben mehr Azubis unter Vertrag genommen als im Vorjahr. Sie reagieren damit auch auf den drohenden Fachkräftemangel. Dabei sind die Schulabgängerzahlen rückläufig. Mindestens 8000 Lehrstellen in Deutschland sollen noch nicht besetzt sein.

Dortmund - Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland ist laut Zahlen der Industrie- und Handelskammern deutlich gestiegen - trotz eines erheblichen Rückgangs der Schulabgängerzahlen. Laut einem Bericht der "Ruhr Nachrichten" registrierten die Kammern bis Ende September 328.506 neue Verträge registriert, 14.650 oder 4,7 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.

In Westdeutschland liegt der Zuwachs demnach bei 6,2 Prozent. In Ostdeutschland gab es dagegen ein Minus von 3,1 Prozent gegenüber September 2010. Im Handwerk gab es dem Bericht zufolge in diesem Jahr bisher 142.515 neue Ausbildungsverträge, im Bundesschnitt 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In Westen wurden 2,1 Prozent mehr Neuverträge abgeschlossen, im Osten dagegen 3,4 Prozent weniger.

In den Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern würden "noch rund 8000 freie Lehrstellen geführt, viele davon auch in begehrten Ausbildungsberufen", zitierte die Zeitung Handwerkspräsident Otto Kentzler.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, erklärte, 2011 würden mehr Jugendliche als 2010 eine Ausbildung beginnen: "Die positive Entwicklung bei den Neuverträgen zeigt einmal mehr, dass die Betriebe verstärkt durch eigene Ausbildung ihre Fachkräfte sichern. Mehr Verträge wären möglich, wenn es mehr geeignete Bewerber gäbe", sagte Driftmann.

In vielen Regionen sei der Bewerbermarkt jedoch bereits leergefegt, trotz doppelter Entlassungsjahrgänge der Gymnasien in Bayern und Niedersachsen und der Aussetzung der Wehrpflicht: "Für die Betriebe wird es immer schwieriger, angebotene Ausbildungsplätze zu besetzen", sagte Driftmann. Er rechne damit, dass 2011 deutlich mehr Lehrstellen unbesetzt blieben als 2010. Nach DIHK-Angaben sind die Schulabgängerzahlen seit 2003 um 6,1 Prozent zurückgegangen.

rei/dpa-afx

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