Freitag, 9. Dezember 2016

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Mehr Insolvenzen Wo Europas Firmen pleitegehen

Insolvenzen in Europa: Wo die Zahlungsunfähigkeit zunimmt
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AFP

Es ist nicht verwunderlich: In Südeuropa kreist der Pleitegeier. In Portugal, Spanien und Italien müssen deutlich mehr Unternehmen Insolvenz anmelden. Am größten sind die Zuwachsraten aber in Osteuropa.

Neuss - Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa ist im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 178.000 gestiegen. Das geht aus einer Studie der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervor. Der Osten Europas verzeichnete sogar einen Anstieg von 13,6 Prozent.

Der Studie zufolge entfallen mehr als zwei Drittel der westeuropäischen Unternehmensinsolvenzen auf den Handels- und Dienstleistungssektor. Beim Handel inklusive Hotel- und Gaststättensektor sind es 30,4 Prozent, im Dienstleistungsbereich sogar 38,2 Prozent. Ein weiteres Fünftel der Insolvenzen verteilt sich auf den Bau (20,8 Prozent), ein Zehntel (10,5 Prozent) auf das Verarbeitende Gewerbe.

Auch in Mittel- und Osteuropa sind es vor allem Handel und Gastgewerbe, die fast die Hälfte aller Insolvenzfälle auf sich vereinen (47,7 Prozent). Dagegen stellt der Dienstleistungssektor nur jede fünfte Insolvenz in Osteuropa (19,8 Prozent). Bau und Verarbeitendes Gewerbe teilen sich das restliche Drittel des gesamten Insolvenzaufkommens in den mittel- und osteuropäischen Ländern.

Wo die Insolvenzen in Europa am stärksten gestiegen sind, sehen Sie hier.

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