Freitag, 29. Juli 2016

Terror in Belgien Anschläge in Brüssel - was wir wissen - und was nicht

Schockstarre in Brüssel: Explosionen am Flughafen und in der U-Bahn
Fotos
AP/ Ketevan Kardava/ Georgian Public Broadcaster

Bei einer neuen Terrorserie sind am Dienstag in Brüssel mindestens 34 Menschen getötet worden. Mehr als 180 wurden verletzt. Vermutet wird, dass die Anschläge wieder auf das Konto von radikalen Islamisten gehen. Auch nach mehreren Stunden war die Lage allerdings noch sehr unübersichtlich. Was wissen wir? Was nicht?

Was ist genau passiert?

Die Terrorserie beginnt kurz nach 08.00 Uhr auf dem Flughafen, eine halbe Autostunde von der Innenstadt entfernt. In der Abflughalle gibt es in kurzer Folge zwei Explosionen. Die Staatsanwaltschaft spricht von mindestens einem Selbstmord-Attentäter. Vorläufige Bilanz: mindestens 14 Tote, mindestens 81 Verletzte. Punkt 09.11 Uhr dann noch ein Anschlag, in der Metro-Station Maelbeek, mitten im EU-Viertel. In einer U-Bahn, die gerade steht, explodiert der mittlere Wagen - vermutlich eine Bombe. Bilanz hier: mindestens 20 Toten und 106 Verletzte. Stundenlang gibt es dann immer wieder Gerüchte über neue Anschläge - alles Fehlanzeige, zum Glück.

Wie reagieren die belgischen Behörden?

Für ganz Belgien gilt nun wieder die höchste Terrorwarnstufe - wie zuletzt im November 2015, gleich nach den Anschlägen von Paris. Der Flughafen wird sofort geräumt und dann geschlossen. Mehr als 1000 Flüge müssen umgeleitet werden. Alle U-Bahnen, Straßenbahnen, Busse stehen bis zum Abend still. Auch die Hochgeschwindigkeitszüge fahren nicht mehr. Der Schutz für die Zentralen von EU und Nato wird nochmals verschärft. Im Atomkraftwerk Tihange werden alle Mitarbeiter, die nicht unbedingt gebraucht werden, nach Hause geschickt. Das belgische Krisenzentrum empfiehlt: "Bleiben Sie, wo sie gerade sind!" Das Rote Kreuz bittet um Blutspenden. Gebraucht werden vor allem die Blutgruppen A und 0, Rhesusfaktor negativ.

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