Freitag, 22. Februar 2019

Für Kampfjets US-Marine will ihren Treibstoff aus Seewasser herstellen

Flugzeugträger USS George H. W. Bush: Die US-Marine will Kampfjets künftig mit Treibstoff aus Seewasser versorgen

Um ihre Schiffe und Flugzeuge mit Treibstoff zu versorgen, sind für die US-Marine oft logistische Meisterleistungen nötig. Ein neues Verfahren soll die Sache maßgeblich erleichtern: Als Energiequelle könnte demnach künftig Meerwasser dienen.

Hamburg - Die Flugzeuge der US-Armee verbrauchen enorme Mengen Flugbenzin. Zum logistischen Problem wird das, wenn sie von Flugzeugträgern starten, die weitab der Küsten im Einsatz sind. Die Schiffe müssen Treibstoff bunkern, zudem sind sie auf Tanker angewiesen, die den Stahlkolossen hinterher fahren.

Da liegt die Idee nahe, dass die Flugzeugträger das Flugbenzin selbst produzieren. Tatsächlich ist es der Armee nun gelungen, ein entsprechendes Verfahren zum Einsatz zu bringen, wie die US-Website Forbes berichtet. Demnach gewinnt eine Anlage Wasserstoff und Kohlendioxid aus Seewasser. Aus diesen Komponenten wiederum lassen sich Kohlenwasserstoffe zusammenbauen, zum Beispiel in Form von Öl oder Benzin.

Der Haken an der Sache: Das Verfahren ist äußerst energieintensiv und gemäß den Gesetzen der Physik muss mehr Energie hineingesteckt werden als herauskommt.

Für den speziellen Einsatz durch die US-Armee ist dies jedoch nicht weiter schlimm: Ihre großen Kriegsschiffe und vor allem die Flugzeugträger verfügen über einen Atomantrieb, und der stellt Energie ausreichend und billig zur Verfügung. Die Herstellungskosten für den klimaneutralen Treibstoff können sich sogar sehen lassen. Die Armee rechnet mit etwa 1,30 Euro pro Liter.

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