Freitag, 20. Juli 2018

Gülen-nahe Bank Asya Erdogan macht Jagd auf Bank-Aktionäre

Recep Tayyip Erdogan: Der türkische Staatspräsident stellte die Bank Asya zunächst unter Zwangsverwaltung, jetzt jagt er ihre Aktionäre

Tausende sitzen in Haft, Zehntausende verloren ihren Job. Die Verhaftungs- und Säuberungswelle in der Türkei geht aber weiter. Jetzt fahndet Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach Aktionären einer Bank, die der oppositionellen Bewegung des Predigers Fethullah Gülen nahestehen soll.

Die türkischen Behörden haben 68 Aktionäre der Gülen-nahen Bank Asya zur Fahndung ausgeschrieben. Ihnen werde Mitgliedschaft in der Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch.

Die türkische Führung macht den Prediger für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. Die Gülen-Bewegung gilt in der Türkei als Terrororganisation (Fetö).

Anadolu berichtete weiter, die Polizei habe einen Einsatz in neun Bezirken Istanbuls gestartet, um die Aktionäre festzusetzen. 49 Personen seien bereits in Gewahrsam genommen worden.

Die Bank Asya, die Verbindungen zu Gülen-Bewegung haben soll, war nach dem Putschversuch unter staatliche Zwangsaufsicht gestellt worden.

dpa

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