Mittwoch, 26. April 2017

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mm.de-Newsblog aus der Nacht: Erdogan übersteht Putsch +++ Militär droht "Säuberung" +++ Parlament einberufen +++ Fast 800 Verhaftungen

Putsch in der Türkei: Die Bilder der Nacht
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REUTERS

In der Türkei haben Teile des Militärs in der Nacht zu Samstag zumindest zeitweilig die Macht an sich gerissen. Staatspräsident Erdogan ist dem Umsturzversuch entkommen. In den Millionenmetropolen Istanbul und Ankara kam es zu Gefechten. Es gab Tote und Verletzte.

06.17 Uhr: Die Zahl der Toten der Putsch-Nacht steigt auf mindestens 60, sagt ein hochrangiger Regierungsvertreter der Türkei. Dem türkischen Justizminister zufolge wurden 336 Menschen in Zusammenhang mit dem Putschversuch verhaftet, berichtet CNN Türk. Gegen 6.45 Uhr spricht das türkische Justizministerium sogar von 754 Militärangehörigen, die festgenommen worden seien.

05.55 Uhr: Laut Regierungskreisen ist Umit Dundar kommissarisch zum Stabschef des Militärs ernannt. Der Aufenthaltsort des eigentlichen Amtsinhabers unklar ist.

05.50 Uhr - Nach Angaben der türkischen Regierung hat die Fluggesellschaft Turkish Airlines ihre Flüge wiederaufgenommen.

05.40 Uhr - Erdogan ruft seine Anhänger auf, die öffentlichen Plätze nicht zu verlassen, bis sich die Situation wieder normalisiert habe. In Ankara gebe es noch in geringem Ausmaß Widerstand von Putschisten. In Ankara sollen in der Nähe des Präsidentenpalastes F-16-Kampfjets Panzer der Putschisten angegriffen haben.

05.10 Uhr: Zeit für ein vorläufiges Fazit: Eine dramatische Nacht neigt sich ihrem traurigen Ende zu. Staatspräsident Erdogan hat sie offenbar unbeschadet überstanden und gibt sich siegesgewiss - auch dank der Massen, die er zu nächtlicher Stunde mobilisieren konnte. Aber selbst wenn Erdogan nach diesem Putsch wieder fester im Sattel sitzen und die Verantwortlichen des Aufstands bestraft haben sollte - diese Nacht wird Spuren hinterlassen. Denn die Konflikte und Probleme des Landes sind noch längst nicht gelöst.

Wenn man den Verlautbarungen der Putschisten glauben darf, stießen sich Teile des Militärs vor allem an dem selbstherrlichen und autokratischen Regierungsstil Erdogans. Der Präsident missachtete ihrer Meinung nach nicht nur die einst gesetzte Trennung von Staat und Religion, sondern auch elementare, demokratische Rechte und bekam zudem die permanente terroristische Bedrohung nicht in den Griff. Das dürften viele Türken genauso sehen und empfinden.

Dennoch ging die Rechnung ging nicht auf, reichte die Legitimation der Putschisten nicht aus, weil viele Türken - trotz aller Bevormundung ihres Herrschers Erdogan - eine weitere Militärherrschaft nach den Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte offenbar strikt ablehnen.

Dies und das Mobilisierungspotential Erdogans haben die Putschisten wohl unterschätzt. Zugleich liefert der Aufstand einen weiteren Beleg für die Hilflosigkeit dieses Landes, seine Konflikte auf friedliche Weise zu lösen. Es steht zu befürchten, dass Erdogan nun noch autistischer regieren und noch härter mit seinen Kritikern umgehen wird.

Was man auch von Europa und der europäischen Idee in diesen teils wirren Zeiten halten mag; in der vergangenen Nacht hat sich die Türkei ein weiteres gehöriges Stück von Europa entfernt.

04.57 Uhr: Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat alle Parteien für Samstagnachmittag zu einer Sondersitzung ins Parlament bestellt, wie Lokalmedien berichteten.

4.31 Uhr - Regierungskreisen zufolge wurden während des Putschversuchs allein in Ankara 42 Menschen getötet. Die meisten davon seien Zivilisten. Es seien mindestens 130 Menschen festgenommen worden - viele davon Soldaten. Einem Reuters-Reporter zufolge übernehmen Soldaten die Kontrolle über den Atatürk-Flughafen in Istanbul.

4.17 Uhr: Der Putsch-Versuch von Teilen des türkischen Militärs gegen Präsident Erdogan scheint in den frühen Morgenstunden des Samstag zu bröckeln. In den Metropolen Ankara und Istanbul trauen sich immer mehr Anhänger des Präsidenten auf die Straße und demonstrieren für die Regierung und gegen die Putschisten.

4.00 Uhr: Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, Erdogan sei nach eigenen Worten Ziel eines versuchten Attentats geworden. So soll sein Urlaubshotel an der Mittelmeerküste nach seinem Verlassen bombardiert worden sein.

03.57 Uhr: Die Lage ist noch längst unter Kontrolle. Auch im Morgengrauen sind in Istanbul noch Schüsse und Explosionen zu hören, berichten Reporter.

03.50 Uhr: Jetzt schlägt Erdogan zurück: Sein Ministerpräsident Binali Yildirim hat das Militär angewiesen, von den Putschisten gekaperte Flugzeuge abzuschießen, teilt das Präsidialamt mit. Kampfflugzeuge mit einem entsprechenden Auftrag seien von der Luftwaffenbasis Eskisehir abgehoben, heißt es am frühen Samstag morgen.

Ein Bild aus besseren Tagen: Erdogan mit Militärs im Mai

3.40 Uhr: Noch von seinem Urlaubsort aus hatte Erdogan mit dem Sender CNN Türk über Facetime telefoniert, einem der wenigen TV-Sender, die unter seiner Ägide noch halbwegs unabhängig berichten dürfen, sagen Kenner. Zwischenzeitlich waren die Studios besetzt und geräumt worden. Am frühen Samstagmorgen nun kann CNN Türk die Berichterstattung wieder aufnehmen. Putschisten waren in der Nacht zu Samstag in das Redaktionsgebäude in Istanbul eingedrungen, und hatten die Mitarbeiter gezwungen, den Sender zu verlassen.

03.15 Uhr: Staatspräsident Erdogan nennt den Putschversuch einen Akt von Landesverrat, für den eine Minderheit innerhalb des Militärs verantwortlich sei. Dies sei Anlass für eine Säuberung der Armee, sagt er während einer Pressekonferenz. Einige Militärs hätten Anweisungen aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania erhalten. Dort lebt Erdogans Widersacher Gülen.

03.04 Uhr - In Istanbul peitschen zwar noch die Schüsse. Doch der türkische Staatspräsident Erdogan ist in der Metropole angekommen. Stärke und Kontrolle demonstrieren, darum geht es jetzt. Bilder des Senders NTV zeigen Erdogan außerhalb des Istanbuler Flughafens, umgeben von Anhängern. Dem Sender Fox TV sagt Erdogan, es habe den "Versuch eines Aufstandes" gegeben gegen die Solidarität und die Einheit des Landes.

03.00 Uhr - Der Sender NTV berichtet, in Istanbul seien 50 am Putschversuch beteiligte Soldaten festgenommen worden.

02.50 Uhr - Staatspräsident Erdogan soll nach einem Bericht des Fernsehsenders NTV schon vor Minuten in Istanbul gelandet sein. Unklar blieb, woher Erdogan angereist war. Während des Putschversuchs hatte es aus dem Präsidialamt lediglich geheißen, der Präsident sei in der Türkei und in Sicherheit.

02.48 Uhr - Soldaten haben sich offenbar gewaltsam Zugang zum Sender CNN Türk verschafft und ihn dann geräumt, die Sendung wurde eingestellt. Später sollen Schüsse aus dem Sender zu hören gewesen sein, berichten Reuters und dpa gleichlautend.

02.36 Uhr: Reuters-Reportern zufolge wird in den Metropolen immer noch gekämpft und scharf geschossen. So sollen in der Nähe des Taksim-Platzes in Istanbul zwei laute Explosionen zu hören gewesen sein. Aus Ankara berichtet ein weiterer Reuters-Reporter, dass Parlamentsgebäude erneut von zwei Explosionen erschüttert worden sei (siehe Tweet)

02.35 Uhr: Die Nachrichtenagentur DHA berichtet, in Istanbul seien sechs Zivilisten durch Schüsse getötet und fast hundert verletzt worden. Die Toten und Verletzten seien in ein Krankenhaus auf der asiatischen Seite der Stadt eingeliefert worden.

02.15 Uhr - Der türkische Ministerpräsident Yildirim sagt, die Situation sei größtenteils unter Kontrolle. Armeechef Hulusi Akar habe die Kontrolle über die Streitkräfte. Aus dem Präsidialamt heißt es, bei den Putschisten handele es sich "um eine kleine Gruppe" von Offizieren aus der Gendarmerie und der Luftwaffe, die der Gülen-Bewegung nahe stünden. Der in den USA lebende muslimische Geistliche Fethullah Gülen lebt in den USA und gilt als ein erbitterter Gegner von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.

02.10 Uhr - Laut Reuters hoffen die Betreiber des Istanbuler Flughafens Atatürk, bald wieder internationale Abflüge fortzusetzen zu können, wie die europäische Flugsicherungsagentur Eurocontrol gegenüber der Nachrichtenagentur in der Nacht erklärt. Alle ankommenden Flüge seien umgeleitet worden, weil es keinen Platz mehr auf dem überlasteten Flughafen gäbe.

02.02 Uhr - Der staatliche Fernsehsender TRT ist wieder auf Sendung. Offenbar haben die Putschisten die Kontrolle über den Sender verloren.

01.50 Uhr: Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Bundesregierung und Staatschef Erdogan nicht gut miteinander können. Denn positioniert sich Berlin in der Nacht zu Samstag ganz klar: "Die Bundesregierung unterstützt die gewählte Regierung", sagt Regierungssprecher Seibert . "Die demokratische Ordnung in der Türkei muss respektiert werden." Zugleich mahnt er: "Alles muss getan werden, um Menschenleben zu schützen." Aus dem Auswärtigen Amt hieß es: "Zur Stunde ist die Lage noch unklar."

01.45 Uhr - Gegen 2.40 Uhr Ortszeit (01.40 MESZ) wird Istanbul von einer schweren Explosion erschüttert. Der Hintergrund bleibt zunächst unklar. Auch Stunden nach Beginn des Putschversuches sind noch Schüsse zu hören. Hubschrauber mit Suchscheinwerfern und ausgeschalteten Positionslichtern fliegen im Tiefflug über die Millionenmetropole.

01.40 Uhr - In Ankara soll eine Bombe auf das Parlament geworfen worden sein, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Sie beruft sich auf Augenzeugen. Dem Sender Fox TV zufolge feuert auch ein Hubschrauber auf das Parlament.

01.25 Uhr - US-Präsident Barack Obama ruft alle Parteien in der Türkei auf, sich hinter die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan zu stellen, lässt das Weiße Haus erklären. Sein Außenminister John Kerry sichert der demokratisch gewählten Regierung und den demokratischen Institutionen in Türkei "absolute Unterstützung" zu. Dies habe er in einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen deutlich gemacht, sagt Kerry.

01.22 Uhr - Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth warnt vor einem Bürgerkrieg in der Türkei. "Das ist eine dramatisch gefährliche Situation", sagt Roth. Zugleich äußert sie die Befürchtung, dass die gesamte Region durch die Entwicklung in der Türkei destabilisiert werde.

01.14 Uhr - Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldet, bei einem Luftangriff der Putschisten auf das Hauptquartier der Spezialkräfte der Polizei in Ankara seien 17 Polizisten getötet worden. Im folgenden Tweet verbreitet der Journalist Mete Sohtaoglu eine Aufnahme, die das in Flammen stehende Polizeigebäude zeigen soll

01.01 Uhr - Ein Kampfjet hat einem TV-Bericht zufolge über Ankara einen Militärhubschrauber abgeschossen, der sich in der Hand der Putschisten befand. Das meldet der Sender NTV.

00.48 Uhr - Die Lufthansa hat vorerst alle Türkei-Flüge abgesagt. "Wir werden bis morgen Mittag 12 Uhr alle Verbindungen von und in die Türkei streichen", sagt ein Konzernsprecher in der Nacht zu Samstag. "Danach werden wir sehen, wie sich die Lage weiterentwickelt."

00.44 Uhr - Ministerpräsident Yildirim nennt den Umsturzversuch einen terroristischen Akt. Hinter dem Putsch stünden "Banden und illegale Gebilde".

0.35 Uhr - Die Lage ist weiter unübersichtlich und die Nachrichten schwer auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Ministerpräsident Yildirim erklärt laut Präsidentenpalast: "Einige Rädelsführer des Putsches sind festgenommen worden. Die Demokratie wird gewinnen."

Der Miliärputsch in der Türkei treibt auch viele Türken in Deutschland auf die Straßen - so wie hier in Bremen

00.35 Uhr- Nach Angaben des Senders CNN Türk ist es in Ankara zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Militär gekommen. Die Armee habe die Polizeidirektion beschossen, heiß es. Augenzeugen berichteten von Panzern in den Straßen der Hauptstadt.

00.30 Uhr - Der deutsche Reiseveranstalter Tui hat einen Krisenstab einberufen, sagt eine Tui-Sprecherin in der Nacht. Kunden, die in den nächsten Stunden in die Türkei fliegen wollten, könnten kostenlos ihre Reise stornieren. Die Abflugschalter seien entsprechend informiert worden. In den türkischen Ferienzentren ist die Lage nach Angaben von Tui ruhig. Dies berichteten Reiseleiter vor Ort, sagt die Sprecherin. Noch keine Angaben konnte sie darüber machen, ob rückreisewillige Urlauber schnell zurückgeflogen werden können

00.27 Uhr - Im Istanbuler Stadtteil Tophane ziehen Dutzende Gegner des Putsches auf die Straße. Ein dpa-Reporter berichtet, die Menge rufe unter anderem "Gott ist groß" und "Nein zum Putsch". Zuvor hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Türken zu Demonstrationen für seine Regierung aufgerufen. In anderen Vierteln Istanbul bleibt es dagegen ruhig, heißt es.

00.24 Uhr - In einem Interview des Senders CNN Türk macht Erdogan Anhänger des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich gemacht.

00.20 Uhr - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ruft zur Ruhe auf. Die Vereinten Nationen verfolgten die Entwicklungen in der Türkei aufmerksam, sagt ein Sprecher Bans.

Regierungsanhänger sollen einen Panzer der Putschisten erobert haben

00.14 Uhr - Die türkische Regierung hat nach den Worten von Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus weiter das Sagen.

00.11 Uhr - Am Istanbuler Flughafen fielen Reuters-Reportern zufolge Schüsse.

00.08 Uhr - Unweit des türkischen Parlaments haben Panzer Reuters-Reportern zufolge das Feuer eröffnet.

00.06 Uhr - Hinter dem Umsturzversuch stehen nach den Worten des türkischen Justizministers Anhänger des Geistlichen und Erdogan-Widersachers Fethulla Gülen.

00.00 Uhr - Der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Sarif äußert sich via Twitter tief besorgt über die "Krise" in der Türkei. Stabilität, Demokratie und die Sicherheit der türkischen Bevölkerung seien vorrangig.

23.53 Uhr - Ein Militärhubschrauber eröffnet Reuters-Reportern zufolge das Feuer über Ankara.

23.37 Uhr - Der türkische Staatssender TRT stellt den Sendebetrieb ein.

23.34 Uhr - Erdogan ist nach eigenen Worten auf dem Weg nach Ankara.

23.33 Uhr - Der Putsch wird nach den Worten Erdogans binnen kurzer Zeit niedergeschlagen sein. Die Verantwortlichen würden vor Gericht einen hohen Preis dafür zahlen, kündigt er an.

23.30 Uhr - Staatschef Erdogan spricht via Mobiltelefon im Sender CNN Türk vom Putschversuch einer Minderheit innerhalb des Militärs. Auf diesen werde die nötige Antwort gegeben. Zugleich ruft er die Bevölkerung auf, auf die Straßen zu gehen, um ein Zeichen zu setzen.

23.24 Uhr - Ministerpräsident Yildirim erklärt auf Twitter, es werde alles getan, um den Putsch niederzuschlagen, auch wenn dies Todesopfer bedeuten sollte.

23.22 Uhr - Aus Präsidialamtskreisen verlautet, die Regierung und das Staatsoberhaupt seien weiter an der Macht. "Wir werden keine Versuche dulden, unsere Demokratie zu untergraben", heißt es.

23.14 Uhr - Ein Ansager des türkischen Senders TRT erklärt, in der Türkei sei das Kriegsrecht verhängt worden.

23.10 Uhr - Ein Ansager des türkischen Senders TRT erklärt, das Land werde jetzt von einem "Friedensrat" geführt. Dieser werde für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen.

23.04 Uhr - Soldaten sind der regierenden AKP zufolge in ein Parteigebäude eingedrungen. Das meldet der Sender CNN Türk unter Berufung auf einen Parteivertreter.

23.00 Uhr - Das Militär habe den Flugverkehr am Atatürk-Flughafen in Istanbul gestoppt. Soldaten hätten den Tower am größten Flughafen des Landes am Freitagabend unter ihre Kontrolle gebracht, meldet die private Nachrichtenagentur DHA.

22.59 Uhr - Der Zugang zu Internet-Diensten wie Facebook, Twitter und YouTube in der Türkei ist nach Angaben von Internet-Beobachtergruppen eingeschränkt.

22.52 Uhr - Präsident Erdogan befindet sich nach Angaben aus Kreisen seines Büros in Sicherheit.

22.50 Uhr - Unter den Geiseln im Armee-Hauptquartier in Ankara befindet sich der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge der Militär-Stabschef.

22.47 Uhr - Alle Flüge vom Atatürk-Flughafen in Istanbul sind offenbar gestrichen worden. Das berichtet ein Zeuge unter Berufung auf einen Piloten.

22.44 Uhr - Im Militär-Hauptquartier in Ankara sind nach einem Bericht des Senders CNN Türk einige Geiseln genommen worden. In der Nähe des Polizei-Hauptquartiers seien Schüsse zu hören gewesen.

22.39 Uhr - Der Sender CNN Türk meldet, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoogan sei in Sicherheit.

22.35 Uhr - Militär hat nach eigenen Angaben die Macht in der Türkei übernommen. In einer am späten Freitagabend verbreiteten Erklärung heißt es, damit sollten die demokratische Ordnung erhalten und Menschenrechte geschützt werden. Priorität habe die Rechtsstaatlichkeit. Die Beziehungen zum Ausland würden unverändert weiter beibehalten. Zuvor hat Ministerpräsident Binali Yildirim von einem Putschversuch gesprochen und erklärt, Sicherheitskräfte seien im Einsatz. In der Hauptstadt Ankara waren Schüsse zu hören. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Militärfahrzeuge Brücken über den Bosporus blockierten und am Flughafen von Istanbul in Stellung gingen.

22.14 Uhr - Die Nachrichtenagentur DHA meldet, in Ankara habe die Polizei das gesamte Personal zum Dienst gerufen. Im Umfeld des Armee-Hauptquartiers seien erhöhte Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. Zahlreiche Krankenwägen stünden dort bereit. Jets würden im Tiefflug über die Hauptstadt fliegen.

22 Uhr - In der türkischen Hauptstadt Ankara sind Schüsse zu hören. Ein Reuters-Reporter berichtet zudem von Kampfhubschraubern und Militärjets über der Stadt. Weitere Informationen liegen zunächst nicht vor. Kurz zuvor hat der örtliche Fernsehsender berichtet, dass zwei Brücken in Istanbul über den Bosporus geschlossen seien. Ein Grund wurde nicht genannt.

mit Nachrichtenagenturen

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