Montag, 20. November 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Präsidentenwahl in Griechenland Dimas fällt erneut durch - Neuwahlen werden wahrscheinlicher

Stavros Dimas: Neuwahlen drohen

Bei der Wahl zum griechischen Präsidenten ist der frühere EU-Kommissar Stavros Dimas auch im zweiten Anlauf gescheitert. Am Montag bekommt er eine letzte Chance - sonst drohen Neuwahlen.

Athen - Der frühere EU-Kommissar Stavros Dimas ist auch im zweiten Anlauf mit dem Versuch gescheitert, neuer griechischer Präsident zu werden. Dimas erhielt am Dienstag wie erwartet nicht die erforderlichen 200 Stimmen im Parlament. Nur 168 der anwesenden 299 Abgeordneten stimmten für ihn. 131 Parlamentarier enthielten sich der Stimme, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Dimas Wahl war bereits am 17. Dezember gescheitert. Der Kandidat von Ministerpräsident Antonis Samaras muss damit am 29. Dezember in die dritte Runde. Fällt er auch dann durch, muss Anfang 2015 ein neues Parlament gewählt werden. Dies wird an den Finanzmärkten gefürchtet, da derzeit in Umfragen die reformkritische Syriza-Partei vorne liegt. Vor zwei Wochen war die Börse in Athen aus Angst vor Neuwahlen bereits eingebrochen.

In der dritten Runde sind nur noch 180 Stimmen für die Wahl zum Präsidenten erforderlich. Das Regierungslager verfügt über 155. Samaras versucht unabhängige Abgeordnete mit einer Regierungsbeteiligung zu locken, um so die Mehrheit für Dimas zu sichern.

ts/rtr/dpa-afx

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH