Freitag, 1. Juli 2016

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Erneut Milliardendeal in der Pharmabranche Britischer Shire-Konzern schluckt US-Rivalen

Pharmakonzern Shire: Neuer Schub im Fusionsfieber

Der britische Pharmakonzern Shire ist nach monatelangem Flirten doch noch bei seinem US-Rivalen Baxalta zum Zug gekommen. Mit der 32 Milliarden Dollar schweren Übernahme steigt Shire zu einem der weltweit führenden Spezialisten bei seltenen Krankheiten auf. Das bisherige Aktienangebot von 30 Milliarden Dollar für Baxalta versüßte Shire mit einer zusätzlichen Barkomponente und gewann so die Gunst der Amerikaner.

Die Baxalta-Anteilseigner sollen demnach 18 Dollar in Bar und 0,1482 Shire-Hinterlegungsscheine (ADS) je Baxalta-Aktie erhalten, wie Shire am Montag mitteilte. Nach Abschluss der Transaktion, die für Mitte dieses Jahres erwartet wird, sollen die Aktionäre von Baxalta rund 34 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten. Das Baxalta-Papier legte vorbörslich um rund sechs Prozent zu.

Shire ist bereits seit einiger Zeit auf Einkaufstour. So hatte der Arzneimittelhersteller im vergangenen Jahr bereits die US-Rivalen NPS für rund fünf Milliarden und Dyax für rund sechs Milliarden Dollar geschluckt. In der Pharmabranche jagt bereits sei Monaten eine Milliardenübernahme die nächste. Die Übernahmewelle wird vor allem von hohen Forschungskosten und dem Ablauf von Patenten angetrieben.

In den USA wurde erst kürzlich die bislang größte Fusion der Branche auf den Weg gebracht, bei der der Viagra-Hersteller Pfizer für 160 Milliarden Dollar den Botox-Produzenten Allergan kauft.


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ts/dpa-afx

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