Sonntag, 26. Juni 2016

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Ölpreis-Crash Angst vor der Kettenreaktion

Ölbohrung in North Dakota: Systemische Risiken
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Ölbohrung in North Dakota: Systemische Risiken

Es ist nur eine einzelne Zahl, nur ein einzelner Wert, der sich verändert. Doch wenn er dies tut, dann setzt das Kräfte frei, die so gewaltig sind, dass sie die Weltwirtschaft in ihren Grundfesten erschüttern.

Seit Tagen bewegen sich die Preise für die drei weltweit wichtigsten Ölsorten unter der Marke von 30 Dollar. Seit Mitte 2014 sind sie um 75 Prozent eingebrochen. Und viele Experten, darunter die Internationale Energieagentur, erwarten, dass die Talfahrt in den kommenden Monaten weitergeht. Ökonomen bereitet das zunehmend Sorgen.

Eine besonders drastische Warnung stammt von einem prominenten deutschen Finanzexperten. Der Preissturz sei ein "systemisches Risiko", sagt Klaus Kaldemorgen von Deutschlands größter Fondsgesellschaft DWS. Was im Klartext heißt: Es besteht die Gefahr, dass der Preissturz am Ölmarkt eine neue globale Finanz- und Wirtschaftskrise auslöst. Eine katastrophale Kettenreaktion, die Staaten an den Rand der Pleite bringen und Dutzende Millionen Menschen ins Elend stürzen könnte.

Nicht alle Ökonomen drücken sich so drastisch aus wie Kaldemorgen. Doch immer mehr Experten halten den rapide fallenden Ölpreis für ein globales Risiko. Sie sehen gleich drei Gefahren.

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