Montag, 23. Juli 2018

Kampf gegen Ebola Auch Zuckerberg spendet Millionen für den Kampf gegen Ebola

Philanthropen: Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan. Der Manager ist seit 2012 mit der Ärztin verheiratet

Superreiche in den USA spenden, um die Seuche Ebola in den Griff zu bekommen. Nach dem Ehepaar Gates und Microsoft-Mitgründer Paul Allen geben auch Mark Zuckerberg und seine Frau einen zweistelligen Millionenbetrag. Der Facebook-Gründer fällt nicht das erste Mal als Großspender auf.

Hamburg - Zuckerberg kündigte auf seiner Facebook-Seite an, er und seine Frau Priscilla, eine Ärztin, wollten 25 Millionen Dollar an die Centers for Disease Control Foundation spenden. Mit der gemeinnützigen Stiftung mobilisiert die US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control (CDC) zusätzliche Mittel aus dem Privatsektor für die Bekämpfung von Krankheiten.

Die Ebola-Epidemie befinde sich an einem "entscheidenden Wendepunkt", schrieb Zuckerberg. "Wir müssen Ebola in naher Zukunft unter Kontrolle bringen, damit es sich nicht weiter ausbreitet und zu einer langfristigen weltweiten Gesundheitskrise wird, die wir am Ende wie HIV oder Polio über Jahrzehnte im großen Stil bekämpfen müssen."

Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates und seiner Frau Melinda hatte im vergangenen Monat bereits 50 Millionen Dollar für den Kampf gegen Ebola zur Verfügung gestellt. Microsoft-Mitgründer Paul Allen spendete neun Millionen Dollar.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind durch die Epidemie bereits mehr als 4400 Menschen ums Leben gekommen. Besonders betroffen sind die westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone. Die Zahl der Infizierten in den drei Ländern steigt weiter unkontrolliert an. Derzeit liege sie bei rund tausend pro Woche, bis Dezember dürfte sie auf "5000 bis 10.000 Fälle pro Woche" steigen, erklärte der stellvertretende WHO-Chef Bruce Aylward am Dienstag.

Zuckerberg ist einer der größten Philanthropen in den USA

Auf die Frage eines Nutzers, warum er spende und er den Einsatz nicht der US-Regierung überlasse, sagte der 30-Jährige: "Derzeit haben wir das Problem, dass viele - einschließlich Regierungsspitzen - nicht verstehen, dass wir an einem kritischen Wendepunkt sind." Eine Spende von 25 Millionen Dollar zur Hilfe sei vergleichsweise wenig, wenn man bedenke dass sie Menschenleben retten könnte und den Milliarden Kosten, die man ausgeben müsse, wenn sich die Krankheit noch weiter ausbreite.

Zuckerbergs Vermögen wird nach Angaben des US-Magazins "Forbes" auf 34 Milliarden Dollar geschätzt. Er und seine Frau gehörten in den vergangenen Jahren zu den größten Philanthropen in den USA. 2013 spendeten er und Priscilla Chan 18 Millionen Facebook-Aktien im Wert von fast einer Milliarde Dollar an die Silicon Valley Community Foundation, eine Organisation, die Geld an wohltätige Einrichtungen verteilt. Bereits ein Jahr zuvor hatten beide die gleiche Summe an Wertpapieren gespendet.

Zuckerberg hatte vor vier Jahren angekündigt, er wolle die Initiative "Giving Pledge" von Starinvestor Warren Buffett und Microsoft-Gründer Bill Gates unterstützen. Dabei verpflichten sich die reichsten Menschen der USA, die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu verwenden.

run mit Material von afp und ap

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