Mittwoch, 24. August 2016

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Koch-Brüder ratlos Amerikas wichtigste Polit-Milliardäre geben Kampf gegen Trump auf

Geld hilft ihnen dieses Mal nicht weiter: Die reichen Koch-Brüder Charles (l.) und David (r.) Koch verzichten auf eine Kampagne gegen Donald Trump - weil diese keinen Erfolg verspricht
REUTERS, Getty Images, imago
Geld hilft ihnen dieses Mal nicht weiter: Die reichen Koch-Brüder Charles (l.) und David (r.) Koch verzichten auf eine Kampagne gegen Donald Trump - weil diese keinen Erfolg verspricht

Donald Trump ist dem Weißen Haus einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Nicht nur, dass er bei Super Tuesday von allen Kandidaten der Republikaner am besten abgeschnitten hat - jetzt haben zwei seiner wichtigsten Widersacher den Kampf gegen ihn aufgegeben: Die politisch stark engagierten Industrie-Milliardäre David und Charles Koch.

"Wir planen nicht, uns bei den Vorwahlen zu engagieren", sagte ein Sprecher der rechtsgerichteten Brüder gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Gründe nannte er nicht.

Jedoch bestätigten mehrere Insider gegenüber Reuters, dass die Koch-Brüder einen Kampf gegen Trump schlicht für aussichtslos hielten. Bisher habe noch keine Attacke gegen Trump verfangen.

Schon 2012 versenkten die Kochs viel Geld

Stattdessen fürchteten die Kochs, dass sie bei einer Anti-Trump-Kampagne viele Millionen Dollar verschwenden könnten. Schon 2012 hatten die Brüder viel Geld versenkt, als sie die Kandidaturen von Newt Gingrich und Mitt Romney unterstützen, der Sieger am Ende aber Barack Obama hieß.

Charles und David Koch stehen an der Spitze eines weiten Netzwerks politischer Organisationen und Persönlichkeiten. Regelmäßig lassen sie republikanische Politiker bei sich aufwarten. Dann buhlen diese um Gunst und Geld der Brüder, oft indem sie deren wirtschaftspolitischen Positionen eins zu eins übernehmen. Dabei steht der schlanke Staat weit oben auf der Agenda.

Trump war nicht zu derartigen Veranstaltungen angereist. Vielmehr hatte der Milliardär seine dort vorstelligen Mitbewerber als "Marionetten" der Koch-Brüder bezeichnet.

Viele Beobachter hatten zuletzt erwartet, dass die Kochs sich nun gegen Trump in Stellung bringen würden. Wie es aussieht, wird daraus nichts. Keine Angaben machte der Koch-Sprecher dazu, ob die Brüder Trump im möglichen Wahlkampf gegen die aussichtsreiche Demokratin Hillary Clinton unterstützen würden.


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