Freitag, 15. Dezember 2017

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New York Times deckt auf Auch Ivanka Trump nutzte privaten Account für Regierungsmails

Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner: Die beiden Familienmitglieder zählen zu den hochkarätigen Beratern des US-Präsidenten Donald Trump. Beide nutzten private E-Mail-Konten für dienstliche Mails

Gleich sechs Berater des Weißen Hauses haben private E-Mail-Konten benutzt, um damit dienstliche Mails zu verschicken und zu empfangen - unter anderem Donald Trumps Tochter Ivanka und sein Schwiegersohn Jared Kushner. Die Demokratin Hillary Clinton und Trump-Gegnerin stürzte seinerzeit über eine ähnliche Affäre in eine schwere politische Krise.

Mindestens sechs Berater von US-Präsident Donald Trump sollen laut einem Bericht private E-Mail-Konten genutzt haben, um Angelegenheiten des Weißen Hauses zu diskutieren. Neben Trumps Schwiegersohn Jared Kushner hätten auch die ehemaligen Mitarbeiter Stephen Bannon und Reince Preibus private Adressen verwendet, berichtete die "New York Times" am Montagabend (Ortszeit) unter Berufung auf Regierungsquellen.

Trumps Berater Gary Cohn und Stephen Miller hätten zumindest einige Nachrichten mit persönlichen Konten verschickt oder empfangen, hieß es in dem Bericht weiter. Auch Trumps Tochter Ivanka sei ähnlich vorgegangen. Regierungsmitarbeiter hätten die Nutzung der privaten Konten aber als sporadisch beschrieben.

Ein Anwalt Kushners hatte zuvor bereits bestätigt, dass der 36-Jährige von Januar bis August dienstliche E-Mails auch über einen persönlichen Account laufen ließ. Mitarbeiter der US-Regierung sind eigentlich dazu verpflichtet, ihre offiziellen Konten zu nutzen, damit es Aufzeichnungen über ihre Kommunikation gibt.

Verhalten unter bestimmten Bedingungen nicht illegal

Das Verhalten von Trumps Beratern ist nicht illegal, so lange sie Nachrichten von privaten Adressen an ihre dienstlichen weiterleiten. Die Enthüllungen sorgten aber deswegen für Wirbel, weil der Republikaner und sein Umfeld den E-Mail-Skandal um die Demokratin Hillary Clinton für sich ausgeschlachtet hatten.

Clinton hatte in ihrer Zeit als Außenministerin offizielle E-Mails über einen privaten und nicht gesicherten Server verschickt. Das FBI ermittelte deswegen, kam aber im Sommer 2016 zu dem Schluss, dass die Demokratin sich nicht strafbar gemacht hatte. Trump hielt ihr das Thema aber immer weiter vor.

Dennoch besteht zwischen den Fällen Beobachtern zufolge ein Unterschied. So habe Clinton ihren privaten Server genutzt, um vertrauliche Informationen zu speichern, schrieb die "New York Times". Sie habe zudem ausschließlich den privaten Account verwendet und es habe sich um tausende E-Mails gehandelt.

rei/dpa-afx

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