Montag, 29. August 2016

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mm-Grafik Die verheerende Feuerkraft der größten Armeen

Tausende Panzer und Flugzeuge, dutzende U-Boote: Die zehn schlagkräftigsten Armeen der Welt verfügen über eine gewaltige Feuerkraft. Ihre militärische Macht setzen diese Staaten im Krisenfall nur dosiert ein. Denn eine Generalmobilmachung hätte verheerende Folgen.

Hamburg - Heftige politische Krisen gibt es derzeit mehr als genug. Im Nahen Osten hat Israel eine Militäroffensive im Gazastreifen gestartet und bombardiert Ziele im Libanon und in Syrien. Die Palästinenser feuern Raketen Richtung Israel, eine Waffenruhe ist derzeit nicht in Sicht. In Syrien geht der Bürgerkrieg weiter, im Irak stürzt die islamistische Terrorgruppe Isis das Land mit Angriffen ins Chaos. Und auch in der Ukraine ist die Lage weiterhin angespannt.

In all diesen Konflikten kommen unschuldige Menschen zu Tode, den Ländern und ihrer Bevölkerung werden große Schäden zugefügt. Doch das Leid und das Ausmaß der Verwüstungen wären noch größer, wenn ein militärisch hochgerüsteter Staat in vollem Umfang in die Kämpfe einsteigen würde. Diesen Schluss legt ein Vergleich mehrerer Länder nach Truppenstärke und verfügbarem Militärgerät nahe, wie die Grafik von Statista zeigt.

Der Global Firepower Index vergleicht 106 Nationen anhand von 50 Kriterien, zu denen unter anderem die jährlichen Militärausgaben, die Truppenstärke und die Anzahl an Militärgeräten zu Lande, zu Wasser und in der Luft zählen. Die US-Website Businessinsider hat daraus die 35 mächtigsten Militärnationen herausgefiltert, wir haben das nochmals auf die wichtigsten 10 Länder reduziert.

Die militärische Supermacht USA liegt längst nicht in allen Kategorien an erster Stelle: So verfügt Russland über fast doppelt so viele Panzer wie die Amerikaner. Auch die Zahl der nuklearen Sprengköpfe ist bei der russischen Armee höher. Ungeschlagen sind die Amerikaner jedoch bei den jährlichen Militärausgaben: Das Budget der US Army (in der Grafik in US-Dollar angegeben) ist fünfmal höher als das der Chinesen, die in dieser Kategorie auf Platz 2 landen.

Dass sich das Ranking vor allem auf Quantitatives stützt, sieht man bei einer Kategorie besonders deutlich. So hat Nordkorea mit 78 U-Booten über die größte Untersee-Flotte. Doch Nordkoreas U-Boote gelten unter Militärexperten nicht gerade als hochgefährliche Präzisionswaffen. Über die tatsächliche Einsatzfähigkeit oder technische Leistungsfähigkeit sagt die reine Anzahl also nichts aus.

Das Ranking berücksichtigt auch keine Kennzahlen über die die Qualität des Militärgeräts, die Ausbildung der Soldaten und die Professionalität der jeweiligen Armeen. Einen erschreckenden Überblick über die schiere Feuerkraft mancher Nationen gibt es trotzdem. Man kann nur hoffen, dass die mächtigsten Länder der Welt ihre Schlagkraft nicht in einem Krieg testen. In den vergangenen Jahrzehnten waren nicht nur die Supermächte besonnen genug dazu, sondern auch Länder wie Israel, Südkorea und Saudi-Arabien.


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