Freitag, 22. September 2017

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Mindestens 15 Tote nach Seebeben Mexiko erlebt schwerstes Beben seit 1932

Erdbeben in Mexiko: "Die Lichter gingen aus"
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AFP

Ein schweres Beben mit der Stärke 8,4 vor der Küste Mexikos hat die Erde erschüttert. Das Beben war bis Mexiko-Stadt zu spüren, Gebäude stürzten ein, es gab mindestens 15 Tote. Behörden gaben Tsunami-Warnungen aus.

Das schwere Erdbeben vor Mexikos Pazifikküste hat mindestens 15 Menschen das Leben gekostet. Das berichtete der Fernsehsender Foro TV am Freitagmorgen (Ortszeit) unter Berufung auf Mexikos Präsidenten Enrique Peña Nieto. Nach Angaben des Präsidenten ist das Erdbeben der Stärke 8,4 das stärkste in der Region gemessene Beben seit 1932.

Rund 50 Millionen Menschen hätten in Mexiko die schweren Erschütterungen zu spüren bekommen, sagte er am Freitagmorgen dem TV-Sender. "Es handelt sich um ein Beben großen Ausmaßes." Peña Nieto teilte mit, dass es bisher 42 Nachbeben gegeben habe. Das stärkste wurde mit 6,1 angegeben. Der Präsident warnte, dass Nachbeben bis zu einer Stärke von 7 möglich seien. Er war umgehend zum Katastrophenzentrum des Landes gefahren. Rund 1,5 Millionen Menschen waren ohne Strom.

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Bild: Twitter / @NormaSolorzano / REUTERS

Das Beben vor der Küste des mexikanischen Bundesstaates Chiapas sei in einer Tiefe von 33 Kilometern registriert worden, teilte das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum mit. In Chiapas und im Bundesstaat Oaxaca riefen die Behörden die Bewohner in Küstennähe dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen, da mit einem Tsunami gerechnet werden müsse. Der Katastrophenschutz des Landes warnte vor mehr als vier Meter hohen Wellen. Auch an den Küsten mehrerer mittelamerikanischer Länder muss laut Warnzentrum mit Flutwellen gerechnet werden.

Nach dem Beben flohen Menschen in Mexico City aus ihren Häusern. "Ich war noch nirgendwo, wo sich die Erde so stark bewegt hat", sagte der 31-jährige Luis Carlos Briceno. "Als die Lichter ausgingen, wusste ich nicht was zu tun ist. Ich stürzte um."

Hubschrauber suchten mit Scheinwerfern über der Hauptstadt nach Schäden. Der Energieversorger habe von Stromausfällen an mehreren Punkten in Mexiko-Stadt berichtet, twitterte der nationale Koordinator für Bevölkerungsschutz des Innenministeriums, Luis Felipe Puente. Die mexikanische Journalistin Adela Micha veröffentlichte Bilder, die durch das Beben verursachte Schäden zeigen sollen:

Aus mehreren Städten Mexikos wurden Bilder eingestürzter Gebäude und von Autos verbreitet, die von Steinen begraben wurden. Nach Angaben lokaler Medien stürzte in der Stadt Matías Romero im Bundesstaat Oaxaca ein Hotel ein. Auch in den Bundesstaaten Puebla, Veracruz und Guerrero war das Erdbeben vor der Küste des Bundesstaates Chiapas zu spüren.

Der seismologische Dienst Mexikos gab die Stärke des aktuellen Bebens mit 8,4 an. Das Epizentrum liegt laut den US-Behörden 123 Kilometer südwestlich der Stadt Pijijiapan. Ein Beben der Stärke 8 kommt weltweit im Schnitt nur einmal jährlich vor. Die betroffene Region liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der immer wieder von heftigen Erdbeben erschüttert wird.

rei mit Nachrichtenagenturen

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