Montag, 11. Dezember 2017

Telekom, Post, Bahn und Co Mit diesen Aktienpaketen könnte "Jamaika" Milliarden machen

Mögliche Koalitionäre in Berlin: Künftiger Haushalt könnte durch Beteiligungsverkäufe entlastet werden

5. Teil: Sonderfall Commerzbank - Verkauf brächte zurzeit Milliardenverluste

Die Beteiligung an der Commerzbank Börsen-Chart zeigen stellt einen Sonderfall im Portfolio des Bundes dar, denn sie entstand erst vor wenigen Jahr und wurde seiner zeit im Zuge der Finanzkrise aus der Not geboren. Rund 18 Milliarden Euro steckte Berlin seinerzeit in das Frankfurter Institut und erhielt dafür im Gegenzug Aktien sowie eine "stille Beteiligung". Aktuell beträgt der Anteil des Bundes an der Commerzbank noch 15,6 Prozent.

Spekulationen über eine mögliche Übernahme der Commerzbank etwa durch Banken aus Frankreich gibt es bereits. Ein Verkauf der Commerzbank-Anteile von Seiten des Bundes stößt allerdings womöglich auf verschiedene Hindernisse. Eines ist der bescheidene Kursverlauf, den die Commerzbank-Aktie genommen hat, seit der Bund eingestiegen ist. Rund fünf Milliarden Euro müsste Berlin mit den Aktien erlösen, um bei dem Investment zumindest plus/minus Null herauszukommen, rechnet beispielsweise heute.de vor. Möglich sei das, wenn zu einem Kurs von knapp 26 Euro verkauft werden. dumm nur, dass das Coba-Papier derzeit bei lediglich zwölf Euro notiert.

Ein weiterer Faktor, der mögliche Kaufinteressenten abschrecken könnte: Sie wären keineswegs die einzigen Großanleger bei der Commerzbank. Ein weiterer ist beispielsweise der als vergleichsweise aggressiv geltende US-Investor Cerberus, der sich kürzlich mit etwa 700 Millionen Euro in die Bank einkaufte und mit einem Anteil von gut 5 Prozent nach dem Bund nun zweitgrößter Aktionär ist.

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