Freitag, 15. Dezember 2017

Telekom, Post, Bahn und Co Mit diesen Aktienpaketen könnte "Jamaika" Milliarden machen

Mögliche Koalitionäre in Berlin: Künftiger Haushalt könnte durch Beteiligungsverkäufe entlastet werden

4. Teil: Deutsche Bahn - vor allem Tochter Schenker steht zur Disposition

Ein möglicher Börsengang der Deutschen Bahn, die sich derzeit vollständig im staatlichen Besitz befindet, beschäftigte bereits vor einigen Jahren ausführlich die Öffentlichkeit, wurde jedoch bislang immer wieder verworfen. Auch ein solches Bahn-IPO hätte sicher ein Volumen im Milliardenbereich.

Möglich erscheint allerdings auch lediglich eine teilweise Veräußerung der Bahn-Beteiligung über die Börse. Die FDP etwa schrieb in ihrem Wahlprogramm: "Wir Freie Demokraten wollen die Netzsparte der Deutsche Bahn AG unabhängig machen und somit Netz und Betrieb trennen. Im Anschluss sollen die Betreibergesellschaften an die Börse gebracht werden."

Diskutiert wird zudem vielfach über die Bahn-Logistik-Tochter DB Schenker, die nicht zum eigentlichen Kerngeschäft des Staatskonzerns zählt. Auch ein Schenker-Börsengang könnte der hochverschuldeten Bahn Milliarden bringen.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Medienberichten zufolge wartet Berlin lediglich auf den richtigen Zeitpunkt: Sobald sich der Schuldenstand des Bahnkonzerns der Marke von 20 Milliarden Euro nähere, wolle die Bundesregierung Schenker verkaufen, schreibt etwa die "FAZ". Dieses Jahr steigen die Verbindlichkeiten auf 19 Milliarden Euro.

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