Samstag, 23. Juli 2016

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Ex-Deutschbanker wird argentinischer Finanzminister Manager übernehmen Macht in Argentinien

Argentiniens neuer Präsident: Mauricio Macri

Argentiniens neugewählter Präsident Mauricio Macri hat zahlreiche Manager in sein Kabinett berufen. Der liberale Politiker ernannte nicht nur in den Ressorts mit Wirtschaftsbezug Kandidaten mit langjähriger Erfahrung im Privatsektor, sondern auch im Außen- und Innenministerium, wie aus der am Mittwoch vorgelegten Kabinettsliste hervorgeht.

  • Demnach soll der frühere Zentralbankpräsident und einstige Manager der US-Bank JPMorgan, Alfonso Prat-Gay, das Haushaltsministerium führen,
  • während der frühere Chef von Shell Argentinien, Juan José Araguren, Energieminister werden soll.
  • Der einstige Deutsche-Bank-Manager Nicolas Caputo , ein Jugendfreund des Präsidenten, wurde für das Finanzministerium ausgewählt.
  • Der ehemalige Präsident der Banco Ciudad, Federico Sturzenegger, soll den Vorsitz der Zentralbank übernehmen - allerdings muss seine Ernennung noch vom Senat bestätigt werden, der von der Opposition beherrscht ist.
  • Statt eines Wirtschaftsministers soll es einen Koordinator der Wirtschaftsressorts geben. Dieser Posten soll an Gustavo Lopetegui gehen, einen früheren Vorsitzenden der chilenischen Fluglinie LAN in Argentinien.
  • Die künftige Außenministerin Susana Malcorra hat ihrerseits 25 Jahre bei IBM und Telecom Argentina gearbeitet, während das Innenministerium an den Ökonomen Rogelio Frigerio gehen soll.

Präsident Macri will die Wirtschaft wieder in Schwung bringen. Denn das südamerikanische Land kämpft mit einem hohen Defizit, galoppierender Inflation und den Nachwehen der 13 Jahre zurückliegenden Staatspleite. Argentinien ist noch immer weitgehend von den internationalen Kapitalmärkten abgeschnitten. Macri will unter anderem die Unabhängigkeit der Notenbank stärken, die Steuern unternehmensfreundlicher gestalten, die Kapitalverkehrskontrollen mindern und die abgeschottete Wirtschaft wieder öffnen.

Macri ist selbst Ingenieur und hatte zunächst lange für die von seinem Vater gegründete Groupe Macri gearbeitet. Später übernahm er die Leitung des Fußballclubs Boca Juniors und wurde Bürgermeister der Hauptstadt Buenos Aires. Am Sonntag setzte sich der 56-Jährige in der Stichwahl knapp gegen den Kandidaten der regierenden Peronisten, Daniel Scioli, durch.

ts/AFP/Reuters

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