Donnerstag, 8. Dezember 2016

Flugzeugentführung Alle Geiseln wieder frei - Entführer ergibt sich

Entführte Maschine der Egyptair auf dem Flughafen Larnaka auf Zypern: Der Entführer soll angeblich einen Sprengstoffgürtel tragen

Die Flugzeugentführung der EgyptAir-Maschine ist unblutig zu Ende gegangen. Wenige Stunden nach der Entführung haben die letzten Geiseln das Flugzeug verlassen. Der Entführer wurde festgenommen, wie das zyprische Staatsfernsehen berichtete.

Ein Airbus der ägyptischen Gesellschaft EgyptAir ist am Dienstag auf einem Inlandsflug entführt worden und auf dem Flughafen der zyprischen Hafenstadt Larnaka gelandet. Der Entführer hätte dort zunächst angekündigt, dass die Frauen und Kinder ägyptischer Abstammung aussteigen sollten, berichtete der Sender unter Berufung auf die Regierung des Landes. Ein Passagier floh aus einem Cockpitfenster, wie auf Bildern des zyprischen Fernsehens zu sehen war. Mittlerweile konnten alle Geiseln fliehen. Der Entführer habe die Maschine mit erhobenen Händen verlassen.

Die Hintergründe zu der Tat sind noch unklar. Das zyprische Außenministerium erklärt, die Flugzeugentführung scheine keinen terroristischen Hintergrund zu haben. Der Entführer sei vermutlich "labil".

Die Piloten des Flugzeugs sollen nach ersten Informationen des Staatsfernsehens Kontakt mit den Fluglotsen in Larnaka aufgenommen und eine außerplanmäßige Landung wegen einer Entführung beantragt haben. Der Airbus mit der Flugnummer 181 ist am Morgen von Alexandria in Ägypten aus nach Kairo gestartet und soll um 08.46 Uhr Ortszeit (07.46 Uhr MESZ) auf dem Flughafen von Larnaka gelandet sein.

Der Flughafen Larnaka wurde nach Angaben des Staatsfernsehens geschlossen. Alle Flüge nach Zypern würden zum Flughafen von Paphos im Westen der Insel umgeleitet, hieß es.

la/dpa/reuters

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